Archivierter Artikel vom 24.01.2022, 13:00 Uhr
Neuwied

Werner Hammes bleibt Vorsitzender der Kolpingsfamilie Neuwied

Auch bei der Neuwieder Kolpingsfamilie überschattet Corona alles.

Das Foto zeigt (von links) Schwester Jyothi (geistliche Leitung), Werner Hammes (Vorsitzender) und Christa Bergerhausen (Kassiererin).
Das Foto zeigt (von links) Schwester Jyothi (geistliche Leitung), Werner Hammes (Vorsitzender) und Christa Bergerhausen (Kassiererin).
Foto: Kolpingsfamilie Neuwied

So hat auch die Kolpingsfamilie Neuwied damit zu kämpfen. In dem Zusammenhang äußerte der Vorsitzende Unverständnis darüber, dass es trotz der nachweislich sehr ernsten Corona-Situation Corona-Leugner und Impfgegner/-verweigerer gibt, die so mit dem Querdenkern ihr Unwesen treiben und die Bevölkerung verunsichern. Nach zwei Jahren konnten endlich die Mitglieder wieder zur ordnungsgemäßen Jahreshauptversammlung eingeladen werden, die vor kurzem stattfand. Zu Beginn der Versammlung gab Schwester Jyothi, geistliche Leitung der Kolpingsfamilie, einen nachdenklichen Impuls. Neben den nachfolgenden Berichten des Vorstandsvorsitzenden, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer war der wichtigste Tagesordnungspunkt die Neuwahl des gesamten Vorstandes.

Gleich zu Beginn seiner Jahresberichte ging der Vorsitzende auf das geplante Vereinsjubiläum ein. Im Jahr 2020 stand das „160jährige Jubiläum“ der örtlichen Kolpingsfamilie als das herausragende Ereignis an. Doch leider konnten die geplanten Veranstaltungen nicht stattfinden. Dies war dem Virus Corona geschuldet. “Zu diesem Punkt gilt es festzuhalten„, so Werner Hammes abschließend, “wir feiern unser besonderes Fest – 160 Jahre Kolpingsfamilie Neuwied 1860 – in gebührender Form nach. Da geht kein Weg dran vorbei.„ Ein entscheidender Höhepunkt zu diesem besonderen Anlass fand dennoch erfreulicherweise statt, nämlich das Festhochamt, das der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes Monsignore Ottmar Dillenburg und Diakon Lothar Spohr gemeinsam mit der Gemeinde in der Neuwieder Citykirche St. Matthias feierten. Mit besonderer Freude, Anerkennung und Dankbarkeit wurde Oberbürgermeister Jan Einig begrüßt. Er nahm auch am anschließenden kurzen Rundgang zur Kolpingspassage, zum ehemaligen Kolpinghaus, teil. Dort versprach er erneut, sich für die Anbringung der aktuelle Fotoserie von Köln zu bemühen. Er sagte auch zu, die Beschilderung „Kolpingpassage – 1813-1865“ anbringen zu lassen.

In seinen beiden Berichten für die Jahre 2019 und 2020 ging der Vorsitzende besonders auf die durch die Corona-Bestimmungen bedingten Kontaktverluste unter den Mitgliedern ein. Im Vorstand machte sich die Sorge breit, wie die über Jahre gefestigten Verbindungen untereinander lebendig gehalten werden könnten, unter anderem wurden vermehrt Rundbriefe und Besinnungstexte von Schwester Jyothi mit Beigaben wie Masken, kleine Leckereien und weiterem persönlich überbracht. Die kostenlos zur Verfügung gestellten Masken basierten auf einer Privatspende von Walter Schmitt, für die sich der Vorstand sehr herzlich bedankte. Darüber hinaus wurden besonders die Jahreszeiten bedacht, zum Beispiel Karneval mit eigenem Kolpingorden, Ostergruß mit Pizza-Gutschein und Sommergruß mit Eis-Gutschein, die Herbstzeit mit Auslieferung des traditionellen Döbbekooche sowie Nikolaus und Weihnachten. Eine neu eingeführte Besonderheit war die Zusendung einer Glückwunschkarte für jedes Mitglied zu seinem Geburtstag. Zusätzlich wurden anlässlich besonderer runder Geburtstage die Glückwünsche mit kleinen Präsenten persönlich überbracht.

Letztendlich dankte er allen ehrenamtlichen Aktiven für ihr soziales Engagement auf den Gebieten der Obdachlosenhilfe, Mitarbeit im Arbeitskreis Flüchtlingstreff in Liebfrauen und darüber hinaus bei der Mitwirkung von verschiedenen Aktivitäten und Aktionen auf Pfarreienebene in St. Matthias. Bei seinen Vorstandskolleginnen bedankte er sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit, verbunden in der Zuversicht: „Mit Gottes Hilfe schauen wir hoffnungsvoll in die Zukunft“.

Unter der Versammlungsleitung von Winfried Branner, den die Versammlungsteilnehmer nach den erfolgten Berichten mit anschließender Diskussion einstimmig wählten, erfolgte auf Antrag die einstimmige Entlastung des gesamten Vorstandes. Auf Vorschlag aus der Versammlung stellte sich Werner Hammes zur Wiederwahl. Dies allerdings mit der klaren Mitteilung, letztmalige für dieses Amt kandidieren zu wollen. Die Wiederwahl erfolgte einstimmig, die er auch annahm, verbunden mit dem Dank für das erneut ausgesprochene Vertrauen und mit der Zusage, sich auch zukünftig mit voller Tatkraft mit seinem Vorstandsteam für die Sache “Kolping„ zu engagieren. Für die weiteren Vorstandsämter kandidierten auch wieder Margot Zimmermann (Zweite Vorsitzende), Christa Bergerhausen (Kassiererin), Elisabeth Kaiser (Schriftführerin) und erstmalig Christoph Menzenbach als Beisitzer. Alle zur Wahl angetretenen KandidatInnen wurden in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Am Ende der Versammlung sprach Schwester Jyothi für den gesamten neu gewählten Vorstand das Gebet zur Heiligsprechung von Adolph Kolping, verbunden mit der Hoffnung, bald wieder zum normalen Leben zurückkehren zu können so richtig mit Begeisterung nach dem Leitsatz von Adolph Kolping: “Wer Mut hat, macht Mut."