Archivierter Artikel vom 27.07.2021, 12:22 Uhr
Windhagen

TalentTag beim Förderverein Rollitennis in Windhagen

Wenn monatelang keine Veranstaltungen mehr durchgeführt werden können oder dürfen ist ein Talenttag, an dem fast 30 Personen, inklusive Begleitpersonen, Betreuer und Verantwortliche der Verbände erwartet werden, schon eine aufregende Sache.

Michaela Soost

Michaela Soost

Michaela Soost

So war es dann auch im Vorfeld des zweiten TalentTages und bereits Freitagabend wurde im Sportpark in Windhagen auf den aktiven Plätzen die Banner der beteiligten Verbände und Vereine aufgestellt und alle Maßnahmen für die aktuelle Hygienevorschrift durchgeführt. Überpünktlich trafen am Samstagmorgen vom BSV Alina Jakobs (Talentscout) und Dominic Holschbach (BSV Sportreferent) ein und legten sofort bei den letzten Vorbereitungen mit Hand an.

Nach und nach trafen Spieler und weitere Fachbereichsleiter, Beauftragte des Behindertensports, B-V-R-P und Landessportbund RLP ein, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Für alle Teilnehmer galt die 3-G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) und wer keinen aktuellen Test vorlegen konnte, musste einen Schnelltest vor Ort machen. Für Rollstuhltennis zeichnete sich Jürgen Kugler (Erster Vorsitzender/Trainer des Rollitennis e.V.) verantwortlich und für Badminton Leo Hastrich (DRS Fachbereichsleiter Para-Badminton).

Den größten Anteil an Sportlern hatte Rollstuhltennis, wobei sich die Spieler des Rollitennis e.V. die Gelegenheit nicht entgehen ließen, mal in eine andere Sportart reinzuschnuppern und ihren großen Tennisschläger gegen den vergleichsweise kleinen und leichten Badmintonschläger zu tauschen. Sie wurden ausführlich eingewiesen von Petra Opitz, Konstanze Posth, Dirk Horstkamp und eben Leo Hastrich. Doch wer einmal Rollstuhltennis spielt, der ist infiziert und kommt nicht davon los, aber es war eine interessante Erfahrung für alle. So auch für Konstanze Posth, die schon ihr Badminton-Equipment für die Rückreise eingepackt hatte, um dann doch noch mal alles auszupacken, um Rollstuhltennis auszuprobieren. Sie äußerte ihre Hochachtung gegenüber den Spielern, die wöchentlich in der Tennishalle auf Teppichboden trainieren, der das Fahren doch erheblich schwieriger macht. Mit Anna Pracht als Trainerin vom Rollitennis e.V. machte sie erste Erfahrungen mit der gelben Filzkugel und meinte zum Abschluss, dass sie es bereut hätte, wenn sie ohne die Erfahrung nach Hause gefahren wäre.

Wie viel es noch zu tun gibt, in Sachen Behindertensport allgemein, zeigte zum Beispiel die Anreise von Melissa, die eine Strecke von über 380 Kilometern aus dem hohen Norden zurückgelegt hatte, um am TalentTag teilnehmen zu können.

Wie es sich gehört, wurde vor Beginn der Veranstaltung das traditionelle Gruppenfoto, in einheitlichen T-Shirts von J.P. Morgan, gemacht und die da schon herrschende gute Stimmung hielt den ganzen Tag an und wurde vor allem von den Inklusionslotsen Katja Froeschmann, Hartmut Simon des LSB-RLP gelobt. Unter anderem wurden auch viele positive Kontakte geknüpft, Ideen ausgetauscht und das sportliche Netzwerk im Behindertensport weiter ausgebaut.

Bericht von: Elke Kugler