Archivierter Artikel vom 23.07.2019, 11:05 Uhr
Waldbreitbach

Schützenhalle an der Katzenschleife wurde zur Ingelheimer Winzer-Domaine

Auch mit Nuancen von Weiß und Rot lässt sich ins Schwarze treffen: Davon überzeugten sich jüngst rund 30 Mitglieder der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Waldbreitbach 1864.

Lesezeit: 2 Minuten
Foto: Schützenbruderschaft Waldbreitbach

Geladen hatten Klaus-Peter und Barbara Klein mit ihrem Sohn Felix zu einer Weinprobe, bei der die Schützenhalle an der Katzenschleife kurzerhand zum Winzer-Domaine wurde. Klaus-Peter Klein nimmt als schriftführendes Vorstandsmitglied und erfolgreicher Schütze rege am Schützenvereinswesen in Waldbreitbach teil. Die Familie lebt aber seit fast 30 Jahren in Ingelheim. Dort betreibt der gelernte Winzer Felix Klein im Nebenerwerb einen Weinberg, in dem das Grün auch gedanklich-hintergründig sprießt.

„Mein Credo ist es, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Deshalb habe ich mich von Anfang an für den ökologischen Weinbau entschieden“, erläuterte Felix Klein. Besonders der Erhalt eines gesunden und fruchtbaren Bodens liegt dem Jungwinzer am Herzen.

Aber auch eine artenreiche Begrünung, die Förderung von Nützlingen, der Verzicht auf chemisch-synthetische Substanzen und eine organische Düngung sorgen für einen geschlossenen Produktionsablauf, der die vorhandenen Ressourcen schont. Zurzeit arbeitet Felix Klein als Fachreferent/Berater für ökologischen Weinbau und Kellerwirtschaft bei der ECOVIN GmbH in Oppenheim.

Es waren aber nicht nur die fachlichen Ausführungen und die in Szene gesetzten Impressionen aus Ingelheim und der Weinregion, die sich die Schützenschwestern und -brüder aus dem Wiedtal munden ließen. Weil schließlich nichts über die Probe aufs Exempel geht, verkosteten die Weinprobanden nach dem Begrüßungs-Secco Rosé namens „Pink Summer“ zunächst einen Sauvignon Blanc 2018, dem sich ein Cuvée Weiß 2016 anschloss.

Danach genossen die Gäste einen Silvaner 2018 und den außergewöhnlichen Cuvée No. 12014, bevor zum Finale eine Spätburgunder 2016 kredenzt wurde. Nicht nur Letztgenannter trumpfte durch einen langen Nachhall auf:

Ergänzt um eine Winzervesper aus Käse- und Wurstvariationen sowie den auch diesmal sehr ansprechenden floralen Arrangements der Familie Reiprich, gestaltete sich die Weinprobe in der Waldbreitbacher Schützenhalle zu einem ganzheitlichen Erlebnis abseits des Schießsports, der aber trotzdem ein Volltreffer war und lange in Erinnerung und Gaumen bleiben wird.