Archivierter Artikel vom 24.01.2022, 09:12 Uhr
Neuwied

Sandra Weeser trifft Macron in Strasbourg

Die deutsch-französische Wahlkreisabgeordnete Weeser war eingeladen, die Vorstellung der Pläne des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für den EU-Ratsvorsitz im EU-Parlament in Strasbourg vor Ort zu verfolgen.

Foto: privat

Dort besprach sie mit ihren französischen Kollegen in der Assemblée Nationale sowie den liberalen Abgeordneten im EU-Parlament eine Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. „Ich begrüße es, dass unser stärkster Partner in der Europäischen Union, Frankreich, nun die Agenda der EU im kommenden Jahr bestimmen wird. Präsident Macron hat erneut und vollkommen zurecht das Ziel der strategischen Souveränität Europas hervorgehoben. Europa braucht mehr Eigenständigkeit! Das gilt etwa für den Bereich digitaler Technologien. Im Konflikt mit Putin sehen wir aber auch deutlichst die Notwendigkeit für eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Auch bei der Energieversorgung lohnt ein europäischer Ansatz: wer Energie gemeinsam einkauft, herstellt und europäische Netze nutzt, hat am Ende günstigere Preise. Es bleibt eine Herausforderung, die unterschiedlichen Interessen der Nationalstaaten einerseits zu berücksichtigen und gleichzeitig als ein souveräner Akteur im globalen Weltgefüge aufzutreten“, kommentiert Weeser die Vorstellung Macrons.

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Weeser betont weiter: „Rheinland-Pfalz liegt im Herzen Europas und unmittelbar angrenzend zu Frankreich. Deswegen setze ich mich in der kommenden Legislaturperiode weiterhin besonders dafür ein, einen engen Austausch mit meinen französischen Kollegen wie Christophe Arend, Mitglied der französischen Nationalversammlung für die Region Moselle, zu pflegen sowie mit den Parlamentariern auf EU-Ebene. Ich habe gerade den stellvertretenden Vorsitz für die Liberalen in der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung übernommen und freue mich nun in den kommenden vier Jahren die bereits geknüpften politischen Bande weiter im Sinne der Grenzregionen zu nutzen und zu stärken.“

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Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung wurde am 25. März 2019 gegründet und hat seitdem die Zusammenarbeit und Kooperation der deutschen und französischen Abgeordneten gestärkt, die Anwendung der Entschlüsse des Élysée-Vertrages und des Aachener Vertrages und deren Umsetzung begleitet und überwacht. Ihr gehören jeweils 50 deutsche und 50 französische Abgeordnete an, getagt wird wechselseitig in Paris und Berlin beziehungsweise Corona-bedingt auch digital.