Archivierter Artikel vom 10.07.2020, 12:56 Uhr
Linz

Robert-Koch-Schule Linz verabschiedet ihre Abschlussklassen

In ungewöhnlichen Zeiten muss man mitunter eingetretene Pfade verlassen und neue Wege beschreiten.

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Foto: Robert-Koch-Schule Linz am Rhein

So verhinderten in diesem Jahr die derzeit bestehenden Corona-Bestimmungen eine Feier in altbekannter Manier. Aber schnell waren sich die Abschlussklassenleiter darin einig, dass die postalische Versendung der Zeugnisse keine ernsthafte Option darstellt. Daher stand man vor einer sehr schwierigen Aufgabe. Wie sollte man den Absolventen im Einklang mit den geltenden Regelungen gerecht werden?

Rasch war klar, dass die einzige Möglichkeit in der Aufteilung der Abschlussklassen bestand. Und so entschloss man sich, die diesjährigen Feierlichkeiten in drei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen zu organisieren.

Kürzlich traf man sich in der gemäß dem Motto „The Golden Twenties“ festlich geschmückten Sporthalle am Miesgesweg, um dieses Ereignis gebührend zu begehen. Da Live-Auftritte und Gruppenvorführungen nicht möglich waren, sprangen nach den Begrüßungs- und Dankesworten des Schulleiters Dähler und den Segensworten der örtlichen Kirchengemeinden, die durch Dech und Anhalt vertreten wurden, die jeweiligen Klassenlehrer in die Presche und verabschiedeten ihre Klassen mit teils sehr persönlichen Worten.

Auf Weiler, der seinen Schülern attestierte, auch in turbulenten Zeiten stets das Beste aus der Situation gemacht zu haben, folgte Vlassakidis, die das Motto ins Zentrum ihrer Rede rückte, indem sie den Blick ihrer Schüler darauf lenkte, dass das wahre Gold in gelingenden menschlichen Beziehungen zu finden sei. Im Anschluss an die Rede von Lehmler, die ihre Klasse an die vielfältigen gemeinsamen erinnerte, musste Mattesen augenzwinkernd gestehen, dass er bei seinem Versuch, mit der Tradition zu brechen, bei Abschlussveranstaltungen immer nur das Positive ins Licht zu rücken, kläglich gescheitert sei, da er gegen seine Truppe einfach nichts Nachteiliges vorbringen könne.

Abschließend griff die Oberstufenleiterin Becker das Abschlussmotto nochmals auf und wünschte ihren Schülern, nachdem sie ihnen erläutert hatte, dass Gold die traditionelle Farbe der Könige und Herrscher sei, dass auch sie ihr Schicksal mutig in die eigenen Hände nehmen, um Könige ihres eigenen Lebens zu werden. Anschließend ließen die beiden Klassenleiterinnen Hehl und Teigeler noch einmal die Höhen und Tiefen für die Fachhochschulreife-Absolventen Revue passieren.

Nachdem die Abschlussklassen ihre Schulzeit humorvoll in kurzweiligen PowerPoint-Präsentationen hatte Revue passieren lassen, steuerte die Veranstaltung auf ihren Höhepunkt, die Zeugnisverleihung, zu. Und auch diese sollte dieses Jahr etwas anders als gewohnt ablaufen. Nicht die Absolventen betraten die Bühne, sondern der Schulleiter ging von Stehtisch zu Stehtisch, von Familie zu Familie, und überreichte zusammen mit dem jeweiligen Klassenleiter die Zeugnisse.

Auf die Ehrungen besonderer schulischer Leitungen und außergewöhnlichen Engagements für die Schulgemeinschaft, die in diesem Jahr Hatem Albatran und und Samuel Lauffer erhielten, folgte ein Musikvideo der Schulband, die ihren Song bereits im Vorfeld eingespielt und aufgenommen hatte. Und so endete mit den Schlussworten des Schulleiters eine etwas andere Abschlussfeier, die ihren Vorgängerveranstaltungen trotz aller Widrigkeiten gefühlt in nichts nachstand.