Archivierter Artikel vom 29.03.2019, 15:52 Uhr
Neuwied

Girls´Day bietet Mädchen Einblicke in unbekannte Arbeitswelten

Metallbauerin? Fachinformatikerin für Systemintegration? Landwirtin oder doch lieber Berufskraftfahrerin?

Das Foto zeigt (von links) Heike Peifer (JobCenter), Wiebke Birk-Engel (Agentur für Arbeit), Birgit Bayer (Frauenbüro der Stadt), Bürgermeister Michael Mang und der Leiter der Agentur für Arbeit Karl-Ernst Starfeld. Sie bekommen von Samuel Braun die Arbeit einer Vermessungstechnikerin erklärt.
Das Foto zeigt (von links) Heike Peifer (JobCenter), Wiebke Birk-Engel (Agentur für Arbeit), Birgit Bayer (Frauenbüro der Stadt), Bürgermeister Michael Mang und der Leiter der Agentur für Arbeit Karl-Ernst Starfeld. Sie bekommen von Samuel Braun die Arbeit einer Vermessungstechnikerin erklärt.
Foto: Stadt Neuwied

Man soll es kaum glauben, aber in diesen Berufen gibt es kaum Frauen. Und dies liegt überwiegend an den Mädchen selbst. Viele Schülerinnen treffen ihre Berufswahl immer noch abhängig von ihrem Geschlecht und geprägt von gesellschaftlichen Vorbildern. Der bundesweite Girls´Day hat deshalb als Ziel, das Berufswahlspektrum von Mädchen zu erweitern.

In Neuwied arbeiten die Agentur für Arbeit, das JobCenter, Stadt- und Kreisverwaltung seit Jahren am Girls´Day Hand in Hand und stellen gemeinsam mit vielen Betrieben eine breitgefächerte Informationsveranstaltung auf die Beine. „Das hier ist ein richtig gutes Kooperationsprojekt. Die Mädchen finden Infotainment vor mit den Möglichkeiten zum Netzwerken, Anschauen und Erleben. Hinzu kommen Tipps von Experten, oft weiblichen, die selbst schon länger in diesem Beruf tätig sind.“ zeigt sich Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Neuwied, bei einem Rundgang begeistert.

Langweilige Vorträge sucht man bei der Veranstaltung, die in diesem Jahr bei der Agentur für Arbeit und dem Jugendzentrum Big House durchgeführt wurde, vergebens. „Es gibt sehr viele Stationen, an denen die Mädchen selbst etwas ausprobieren können“, führt Birgit Bayer vom Frauenbüro der Stadt aus. „Dadurch erfahren sie, was sie eigentlich können. Oft sind die Mädchen von sich selbst überrascht, dass etwas geklappt hat, was sie sich so gar nicht zugetraut hätten.“

Das Konzept der Neuwieder Veranstalter geht dank der Unterstützung vieler regionaler Arbeitgeber auf. Seit Jahren ist der Girls´Day gut besucht. „Wir schreiben rund 67 Schulen im Kreis und dem Randgebiet an. Manche kommen mit Bussen, andere stellen es ihren Schülerinnen frei den Girls´Day auf eigene Faust zu besuchen. Unser Einzugsbereich geht dabei weit über die Kreisgrenzen hinaus“, freut sich Wiebke Birk-Engel von der Agentur für Arbeit über die positive Resonanz.

Die ist aber zugleich auch Ansporn für die nächsten Jahre, den Girls´Day fortzuführen. „Mädchen und Frauen stellen ihr Licht meist unter den Scheffel. Deshalb sind die Erfahrungen, die sie hier sammeln so wertvoll für ihre weitere Zukunft. Den nachkommenden Jahrgängen wollen wir den Girls´Day als eine dauerhafte Veranstaltung anbieten“, sichert Neuwieds Bürgermeister Michael Mang seine Unterstützung zu.