Archivierter Artikel vom 25.09.2018, 08:06 Uhr
Neuwied

Aus einer Vision wird Realität

Letzte Etappe für das zukunftsweisende Wohnen am Zeppelinhof.

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Die Vereinsvorsitzenden überreichen 15 Fragebögen an Stefan Birkenbeil.
Die Vereinsvorsitzenden überreichen 15 Fragebögen an Stefan Birkenbeil.
Foto: Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied

Ende August begann die letzte Etappe auf dem gemeinsamen Weg ins Mieterwohnprojekt für Neues Wohnen in und für Neuwied. Der Kooperationsvertrag aus 2017 zwischen Gemeindlicher Siedlungsgesellschaft Neuwied und Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied wird „mit Leben“ gefüllt. Die Vorsitzenden Hildegard Luttenberger und Gisela Reimann überreichten die von gewoNR-Mitgliedern ausgefüllten GSG-Fragebögen für Mietinteressenten an Stefan Birkenbeil.

Im Zeppelinhof entsteht durch die GSG und die Zusammenarbeit mit gewoNR im ersten Bauabschnitt eine Premiere in Rheinland-Pfalz: ein Mieterwohnprojekt für Menschen 50 plus in sozialer Durchmischung. Zufrieden schaut man im Vorstand – zwei Drittel davon Inhaber eines Wohnberechtigungsscheines – zurück auf den langen Weg und lädt Interessierte ein, unverbindlich beim nächsten Treffen am 27. September um 15 Uhr im Café Geisen im Ringmarkt vorbeizuschauen.

Weitere Infos unter Telefon 9449971 oder im Internet unter www.gewoNR.de.

Hildegard Luttenberger, Vorsitzende von Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied zeigt anhand des Weges ins Mieterwohnprojekt von gewoNR auf, dass es wichtig ist “früher an später„ zu denken. Auch damit “wohnen wie ich leben will – möglichst bis zuletzt", möglich wird. Aus denen, die schon über Jahre gewoNR-Mitglieder waren, bildete sich Ende des vergangenen Jahres die Kerngruppe der künftigen Bewohnergemeinschaft. Man legte sich dem Verein gegenüber fest, in das Wohnprojekt einzuziehen. Inzwischen umfasst die Gruppe 17 Personen. Viel Zeit hat man miteinander verbracht und unter anderem eine Gemeinschaftsordnung verfasst. „Mehr an Miteinander“ heißt der verbindende Leitsatz. Möglich wird dies auch durch eine Gemeinschaftswohnung, welche der Verein anmietet und die Bewohnergemeinschaft finanziert. Nicht nur in „ihrem großen Wohnzimmer“ werden die gewoNR´ler eine gute Nachbarschaft im Quartier pflegen.

Die gewoNR´ler freuten sich zuletzt am Bauzaun am Ohligspfad zu lesen, dass das Wohnprojekt ein Highlight der GSG Wohnbebauung wird. Man nimmt dies als Herausforderung gerne an und hofft, in den nächsten zehn Jahren zu beweisen, auch in der Realität nachhaltig zu sein – denn die Vision lebt seit 2008!