Archivierter Artikel vom 15.10.2018, 11:33 Uhr
Herdorf

Wanderung auf dem Rheinsteig Westerwaldverein

Der Westerwaldverein Herdorf auf dem Rheinsteig von Kaub nach Lorch.

Lesezeit: 1 Minuten
Foto: Privat

Bei herrlichem Spätsommerwetter trafen sich am Samstag, den 29. September, 15 Personen auf dem Marktplatz Herdorf um nach Kaub zu reisen.

Foto: Privat

Die Wanderung in diesem Jahr, die unser Wanderfreund Heinz Lorenz zusammenstellte, ging von Kaub nach Lorch. Die Etappe begann in Kaub mit Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein im Rhein. Direkt gegenüber befindet sich ein ehemaliges Lotsenhaus. Einige Meter stromab steht das imposante Blücherdenkmal. Wir wanderten bergan bis zu dem Weingut und der Straußenwirtschaft Bernd. Wenige Meter weiter gelangten wir zu einer Spitzkehre. Rheinseitig begleitet uns die Weinlage Pfalzgrafenstein. Nach geraumer Zeit mündete der Wanderweg in eine kleine Freifläche und lief auf ein Bruchsteinhaus zu. Daneben befinden sich vier Stollenmünder des früheren Rennseiterstollens. Wir marschierten weiterhin bergan und erreichten den Abzweig Sauerthal in 351 Meter Höhe. Später überquerten wir in einer kleinen Senke den Schenkelbach. Kurz darauf wanderten wir wieder im Laubwald, näherten uns den Rhein, sahen unter uns das Ende der Insel Kauber Werth und die Insel Bacharacher Werth.

Schließlich gelangten wir am Rheinsteig zum Punkt Hasselborn. Von rechts stieß der Rheingauer Rießling-Pfad zu uns. Er wird durch einen gelben Weinkelch dargestellt. Der Weg führte uns schließlich steil hinab in das Niedertal zu einem Rastplatz. An dieser Stelle wanderten wir über eine uralte Grenze durch ein Tor in den hessischen Rheingau hinein. Danach erreichten wir den Aussichtspunkt Wirbeley, von dem wir wunderbar Burg Stahleck sehen konnten. Etwas später erreichten wir einen Panoramablick auf Lorchhausen und wanderten in das Tal des Retzbach hinein.

Weiter ging es über Serpentinen nach Lorch. Wir überquerten die Schwalbacher Straße und befanden uns jetzt vor dem Leprosenhaus. Im Mittelalter wurden in dem Haus Leprakranke versorgt. Anschließend kamen wir auf den Marktplatz und zur Pfarrkirche St. Martin. Vorbei an der Weinlage Kapellenberg erreichten wir eine schöne Straußenwirtschaft wo für unser leibliches Wohl bestens gesorgt wurde.

Nach gemütlichem Beisammensein traten wir gegen 18 Uhr die Heimreise an. Norbert Büdenhölzer