Archivierter Artikel vom 29.08.2018, 14:59 Uhr

Die Westerwald-Werkstatt der Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen „Auf den Spuren von Raiffeisen“

Altenkirchen „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“

Foto: Lebenshilfe Altenkirchen

Ganz im Sinne von F.W. Raiffeisen feierte die Westerwald-Werkstatt der Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen ihr diesjähriges inklusives Sommerfest im Bürgerhaus, und in und um das Raiffeisenhaus in Flammersfeld. Viele Ehrenamtlicher Helfer unterstützten mit tatkräftigem Einsatz.

Die Schirmherrschaft hatte Josef Zolk gerne übernommen. Er ließ es sich nicht nehmen, die 120 Gäste (Menschen mit und ohne Behinderung) persönlich zu begrüßen.

Danach ging es in kleinen Gruppen zu den Stationen, die thematisch entweder mit der Zeit vor 200 Jahren oder mit Raiffeisens Leben direkt zu tun hatten.

So begrüßte Josef Lindner die Gäste im historischen Raiffeisenhaus. Nach einer Filmvorführung über das Leben des berühmten Mannes ging es in einer kleinen Reise durch das Haus. Hier erfuhren die Zuhörer auch, was Raiffeisen mit seinem Genossenschaftsgedanken weltweit bewegen konnte und wie es möglich ist, Menschen in Not zu helfen, wenn viele mitanpacken.

Am Backes erlebten die Gäste, wie mühevoll es früher war, bis aus dem Getreide ein schmackhaftes Brot wurde.

Für die Station „Vom Schaf zum Schal“ war Elke Roos mit zwei Mitgliedern ihres Spinnvereins angereist, um zu demonstrieren, wie man aus geschorener Schafwolle einen Spinnfaden herstellt. Am gleichen Stand zeigte Anna Jungels wie man aus der gesponnenen Wolle kleine Kunstwerke anfertigt.

Von der Nachbarstation „Wildkräuter und Heilpflanzen“ wehten angenehme Düfte durch das Haus. Ingeborg und Jürgen Heermann zeigten den Besuchern die heimischen, teilweise essbaren Wildkräuter.

Obwohl Raiffeisen schon in jungen Jahren erblindete, verfolgte er weiterhin seine Ideen. Um zu erleben, dass man auch als behinderter Mensch viel erreichen kann, gab es einen Sinnesparcour, an dem man mit verbundenen Augen eine Strecke ertasten konnte. Hier erhielt die Sportlehrerin Unterstützung durch den Ehrenamtlichen Michael Hansen.

Besonders beim Spendenlauf wurde die Idee von Raiffeisen sehr deutlich. Die Läufer und sogar einige Rollstuhlfahrer ließen sich von der Hitze nicht abhalten, ihre Runden für die gute Sache zu drehen um das vereinbarte Geld von ihren Sponsoren zu erhalten.

Nach dem Mittagessen sang der integrative Chor “Geradeaus" mit der neuen Chorleiterin Daniela Burbach. Als alle zusammen in den Refrain des Liedes „Freiheit“ einstimmten, war das berühmte Gänsehautfeeling zu spüren.

„Es war ein rundum schöner Tag“ so das Resümee der Besucher.

Ohne die gute Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde Flammersfeld und den vielen Ehrenamtlichen Helfer der Lebenshilfe wäre dies nicht in dieser Form möglich gewesen.