Archivierter Artikel vom 20.09.2021, 16:06 Uhr
Andernach

Thema Regiopolregion weiter vorangebracht – Mitgliederversammlung der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein

Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein setzt sich für eine Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein ein und will erreichen, dass sich möglichst viele Menschen damit identifizieren.

Foto: Initiative Region Koblenz-Mittelrhein

Das Konzept der Regiopolregion ist aus Sicht der Initiative der richtige Weg, um die aktuellen und künftigen Herausforderungen zu nutzen, weil es vorsieht, die Stärken der gesamten Region zu bündeln, Strukturen zu vereinfachen und über Stadt-, Verbandsgemeinde- und Kreisgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Hiervon sollen letztlich die Menschen, Unternehmen und Gebietskörperschaften der gesamten Region profitieren. In Andernach traf sich die Initiative nun zur Mitgliederversammlung.

Auch unter den schwierigen Bedingungen der Covid-19-Pandemie konnte die Initiative ihre Arbeit zum Wohle der Region fortsetzen. Neben ihrem Magazin „schauR(h)ein“ hat sie auch den Event-Guide der Region herausgegeben. Auf diese Weise hat sie in schwierigen Zeiten ein Zeichen für die Kultur und die Kulturschaffenden gesetzt. Die Region Koblenz-Mittelrhein hat viel zu bieten und der Event-Guide zeigt die kulturellen Aktivitäten auf einen Blick. Er ist Ausdruck des gemeinschaftlichen Gestaltungswillens der Region und soll zeigen, was gemeinsam geschaffen wurde.

Auch dem Fachkräftemangel will die Initiative entgegenwirken. Deshalb wird sie erstmals auch einen Ausbildungs- und Betriebe-Guide herausgeben. Die „jobzzone“, so der Titel, zeigt, welche Unternehmen Auszubildende einstellen und wie vielfältig die Auswahl an Ausbildungsberufen ist. Durch die „jobzzone“ wird den Ausbildungsbetrieben die Möglichkeit gegeben, gezielt analog und digital um die Jugendlichen zu werben und sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Der Guide wird kostenlos an die Schülerinnen und Schüler verteilt, die im nächsten Jahr die Schule verlassen. Realisiert wird die „jobzzone“ im Verlag Matthias Ess. Wer seinen Betrieb noch in der „jobzzone“ vorstellen möchte, kann sich einfach bei der Geschäftsstelle der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein melden.

Gemeinsam mit ihren Kooperationspartnerregionen Allgäu, Bodensee, Ems-Achse, Nordthüringen, Südwestfalen und Vorpommern hat die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein auch eine deutschlandweite, öffentliche Umfrage durchgeführt. In diesem Rahmen kamen natürlich auch Menschen aus der Region Koblenz-Mittelrhein zu Wort. Ziel der Umfrage war es, Antworten auf entscheidende Fragen zu erhalten. Zum Beispiel: Wie bewerten die Menschen unsere Region? Gibt es Unterschiede zwischen Einheimischen, Rückkehrenden oder Zugezogenen? Was ist den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Mitarbeitenden bei der Wahl ihres Lebensortes wichtig?

Initiative-Vorstandsmitglied Michael Becher, Betzdorf, stellte die Ergebnisse der Umfrage auf der Mitgliederversammlung vor und erläuterte, dass die Region Koblenz-Mittelrhein bei den Befragten durch die dort zu findende Natur und durch gute Arbeitgeber punktet. Attraktive Jobangebote sowie Familie und Freunde locken in die Region. Weiche Faktoren als ausschlaggebendes Kriterium bei der Job-Wahl stehen deutlich vor dem Thema Gehalt. Was zählt, sind vor allem die Arbeitsinhalte, die Kultur des Unternehmens sowie die Work-Life-Balance. Hier kann die Region Koblenz-Mittelrhein mit den vielen kleinen mittelständisch geprägten Unternehmen also durchaus punkten. Die vollständige Präsentation finden Sie in Kürze online unter www.region-koblenz-mittelrhein.de.

Im Anschluss an diese Präsentation standen Nachwahlen, insbesondere die des neuen stellvertretenden Vorsitzenden auf dem Programm. Der ehemalige Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Dr. Ulrich Kleemann, stellte sein Amt zur Verfügung. Kleemann sah es als eine seiner Hauptaufgaben, die Gründung einer Regiopolregion Koblenz-Mittelrhein und die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure der Region voranzutreiben. Auch an der beauftragten Bildungsstudie war er beteiligt. Zudem führte er unermüdliche Gespräche zum Wohle des Vereins und der gemeinsamen Sache. Dafür wurde ihm der Dank des Vorstandes ausgesprochen. Als Nachfolger bestätigte die Mitgliederversammlung Wolfgang Treis, den neuen Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord. Für Treis ist die Initiative kein Neuland. Bereits in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Mayen, aber auch privat, hat sich Treis für die Gründung einer Regiopolregion ausgesprochen und auch die Notwendigkeit des Anliegens vertreten.

Auch in den Vorstand wurde Uwe Hüser als Beisitzender gewählt. Hüser ist für die Initiative ein bekannter Mitkämpfer. Er will dem Ehrenamt in der Initiative treu bleiben. Diese Aufgabe wird der ehemalige Staatssekretär und SGD-Nord-Präsident neben seinem Engagement für das Mittelrhein-Musik-Festival wahrnehmen. Durch die Mitarbeit von Treis und Hüser im Vorstand der Initiative können der Informationsaustausch und zukunftsorientierte Diskussionen, auch in den Bereichen Kommunales, Kultur und vieles mehr, sichergestellt werden.

„Die Initiative Region Koblenz-Mittelrhein wird mit ihrem neuen Team und mit aller Kraft daran arbeiten, das Profil der Region Koblenz-Mittelrhein zu schärfen“, sagte Hans-Jörg Assenmacher, der Vorsitzende der Initiative Region Koblenz-Mittelrhein, abschließend.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.region-koblenz-mittelrhein.de.