Archivierter Artikel vom 28.06.2022, 14:18 Uhr
Niederfell

Mitglieder von plus/minus 60 aktiv besuchen Unkel

Kürzlich machte sich eine Gruppe von plus/minus 60 aktiv auf den Weg nach Unkel und nutzte somit auch das 9-Euro-Ticket.

Foto: plus/minus 60 aktiv

Am Vormittag erfuhren die Mitglieder anhand einer Führung viel Wissenswertes über die Stadt Unkel, deren Name wohl aus dem lateinischen uncus, also Bogen, abgeleitet ist. Da der Rhein hier eine knieartige Krümmung aufweist besitzt Unkel auch eine schöne Rheinpromenade. Die Teilnehmer waren überrascht wie viele – meist bekannte – Persönlichkeiten hier in Unkel lebten und wirkten und bis heute Anwesen besitzen. Der Reigen der Namen reicht von Henkel und Ferdinand Freiligrath, einem Dichter der Revolution von 1848 bis zu Konrad Adenauer, der 1935/36 ein halbes Jahr hier verbrachte. Auch Günter Wallraff besitzt entlang der Rheinpromenade ein historisches Gebäude. Im Gefängnisturm, der ein Teil der Stadtmauer ist, soll auch Ludwig van Beethoven wegen Trunkenheit eine Nacht verbracht haben. Der letzte Insasse im 19. Jahrhundert war ein gewisser Anton Kühlwetter, der wegen Diebstahls hier seine Zeit absitzen musste. Sein Vergehen: Er hat Kleidungsstücke von den Wäscheleinen gestohlen. Na, bei dem Namen! Wen wundert’s !?

Zum Mittag begab sich die Gruppe ins traditionelle Weinhaus „Im Lämmlein“ und stärkte sich bei einem guten Wein und Vesperplatte für den anschließenden Besuch des Willy-Brandt-Forums, das 2011 in Unkel eröffnet wurde, in Gedenken an den Bundeskanzler der Ostverträge, der hier einen großen Teil seines Lebensabends verbrachte. Das Museum zeigt viele Erinnerungen und Exponate aus Willy Brandts (1913 – 1992) Regierungszeit und später. Nach einem informativen und geselligen Aufenthalt machten sich die Mitglieder am Nachmittag wieder auf den Heimweg.

Pressemitteilung von plus/minus 60 aktiv