Archivierter Artikel vom 03.09.2018, 14:40 Uhr
Vallendar

Mit dem AC Mallendar auf große Erlebnis-Tour

Der diesjährige Jahresausflug führte in den Rheingau zum Niederwalddenkmal.

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Die AC’ler beim Niederwalddenkmal.
Die AC’ler beim Niederwalddenkmal.
Foto: AC Mallendar

Am Samstag, dem 25. August, trafen sich die Mitglieder des AC Mallendar am Bahnhof in Vallendar, bekleidet mit Regenjacken und gut beschirmt zum Jahresausflug. Die Temperaturen waren über Nacht gefallen, und es regnete das erste Mal seit Wochen. Das tat jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal der Wettergott bald darauf ein Einsehen hatte. Bereits während der Bahnfahrt nach Assmannshausen hörte der Regen auf, und die Sonne zeigte ihr Gesicht.

Eine tolle Aussicht auf dem Panoramaweg.
Eine tolle Aussicht auf dem Panoramaweg.
Foto: AC Mallendar

Nach einem Bummel durch den historischen Ortskern von Assmannshausen fuhr die Gruppe mit dem Sessellift hinauf auf aussichtsreiche Höhe zum Jagdschloss Niederwald. Dieses ist Teil des Ostein Parks, der einen ganz besonderen Erlebnis-Reiz besitzt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereithält. Graf Ostein legte vor langer Zeit einen einzigartigen Höhen-Waldpark an. Besondere Aussichtspunkte, Tempel sowie eine Zauberhöhle zeugen vom Fantasiereichtum seines Erbauers und bilden ein besonderes Erholungs- und Naturerlebnis, das die Mallendarer so nicht auf der Rheinhöhe erwartet hatten und alle begeisterte.

Nach einem Picknick am sogenannten „Rittersaal“, einem tollen Aussichtspunkt mit Blicken auf den Rhein, Burg Rheinstein, das Binger Loch und den Mäuseturm wanderte die Gruppe auf einem Panoramaweg mit weiteren spektakulären Ausblicken bis zum Niederwalddenkmal.

Hier erklärte Wolfgang Wilke, der Erste Vorsitzende des AC Mallendar, den historischen Hintergrund des monumentalen Gedenkbauwerks, das an den Deutsch-Französischen Krieg 1870 bis 1871 und die Einigung des Deutschen Reiches erinnern soll. Dabei erläuterte er die einzelnen Elemente des Denkmals. Die herausragende Figur des Niederwalddenkmals ist die Germania. Die seit der Antike als Symbol für die germanischen Völker, später für den deutschen Sprachraum stehende Personifikation misst in der Höhe 12,50 Meter und steht auf dem oberen Sockel des Denkmals. Im Hauptrelief darunter sind 133 Personen in Lebensgröße dargestellt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Generäle und Fürsten, die bei der Reichsgründung und im vorangegangenen Krieg gegen Frankreich eine wichtige Rolle gespielt haben. Im Zentrum befindet sich Wilhelm I – als einziger auf einem Pferd sitzend -, um den sich alle anderen scharen. Links und rechts des Hauptreliefs befinden sich die Allegorien Krieg und Frieden.

Wolfgang Wilke erläuterte dann das letzte wichtige Element des Denkmals: die Darstellung wie „Vater Rhein“ ein Wächterhorn an „Tochter Mosel“ übergibt und erklärte seine Bedeutung. Er beendete seinen Vortrag mit dem Text des Liedes „Die Wacht am Rhein“.

Nach so viel Kultur wandte man sich wieder den „weltlichen“ Dingen zu: Kaffeepause war angesagt. Anschließend brachte die Seilbahn die AC`ler vom Niederwalddenkmal hinunter nach Rüdesheim. Dabei genossen alle auf der Fahrt mit der Gondel die herrliche Aussicht auf den Rhein und in den Rheingau. Nach einem kurzen Bummel durch Rüdesheim ging es mit der Bahn zurück nach Vallendar. Mit einem gemeinsamen Abendessen nahm hier ein schöner, erlebnisreicher Tag sein Ende.

Informationen zum AC Mallendar gibt es im Internet unter www.ac-mallendar.de