Archivierter Artikel vom 23.03.2020, 08:43 Uhr
Nörtershausen

Katholische Frauengemeinschaft Nörtershausen hatte zu Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstags eingeladen

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet.

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Das Foto zeigt Mitwirkende der Katholischen Frauengemeinschaft Nörtershausen (kfd).
Das Foto zeigt Mitwirkende der Katholischen Frauengemeinschaft Nörtershausen (kfd).
Foto: kfd Nörtershausen

In diesem Jahr kamen die Gottesdienstvorbereitungen aus Simbabwe, einem Staat in Afrika, der größer ist als Deutschland, und standen unter dem Motto: „Steh auf und geh!“ Es ist ein Land, in dem 90 Prozent der Menschen ohne feste Arbeit sind. Durch jahrelange Misswirtschaft und Korruption in der Politik herrscht hier Armut. Simbabwe gehört zu den höchst verschuldeten Ländern der Welt. Umso beachtenswerter sind dort Frauen, die versuchen, Konflikte gemeinsam zu lösen, die das Vertrauen auf eine bessere Zukunft nicht aufgeben und deren Hoffnung stärker ist als alle Schwierigkeiten.

„Beeindruckend waren in unserem Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstages in Nörtershausen Berichte von sechs Frauen, die, auf einer 'Freundschaftsbank' sitzend, Briefe aus Simbabwe vorlasen. So konnten wir die dortigen Lebensumstände hautnah erfahren. In Simbabwe sind es geschulte Großmütter, die mit ihrer Weisheit und Lebenserfahrung einfach da sind. Es ist, als ob Gott mit auf diesen 'Freundschaftsbänken' sitzt, zum Zeichen seiner Zuwendung an uns Menschen. Zum Zeichen 'Ich bin da'.

Die Frauen in Simbabwe leben nach dem Motto 'Ubunti oder Ubunto', was heißt: 'Ich bin, weil wir sind – Zusammengehörigkeit'. Für uns jetzt im Zeichen der Coronakrise heißt es, kreativ und ideenreich zu sein und diese 'Ubunti' zu leben. Nicht nur die Lebenssituationen der mutigen Frauen haben uns angesprochen, auch die Gebete und Liedervorgaben erfüllen uns besonders jetzt mit Hoffnung und Zuversicht: 'Gemeinsam glauben und beten lässt unsere (Afrikas) Zukunft blühen, auch Deutschland (Simbabwe) soll gesegnet sein, Land und Menschen in Gottes Hand!'

Toll war auch, die Lieder vorher einzuüben, denn so begleiten sie uns weiter in unseren Tagen. Wir freuen uns jedenfalls schon auf den ersten Freitag im März 2021, auf den nächsten Weltgebetstag, den wir aus Vanuatu feiern. Wo liegt das? Interesse geweckt? Mehr dazu im nächsten Jahr.“

Bericht von: Marlies Fröhlich und Hannelore Bildhauer