Archivierter Artikel vom 24.10.2018, 12:43 Uhr
Koblenz

Heute schon die Bildungsideen von morgen leben

FutureLab, SmartSchool und IoT-Werkstatt – die Carl-Benz Schule Koblenz richtet den ersten Schüler-Hackathon-Wettbewerb aus.

Herausforderungen der Zukunft leisten, Schüler auf die Digitalisierung und Industrie 4.0 in Unterrichtsprojekten vorbereiten sowie Schulungen für Lehrer und Schüler ermöglichen, dass zeichnet mittlerweile auch durch verschiedene Preise die Carl-Benz-Schule Koblenz aus.

Dazu bedarf es neuer innovativer Ideen, um das Thema Digitalisierung im Unterricht interessant zu gestalten. So zeigt die Carl-Benz-Schule mit ihrem FutureLab eindrucksvoll, wie Informatik-Aufgaben oder generell Unterricht zukünftig aussehen könnte. Die Schüler durchlaufen dabei verschiedene Stationen mit aktuellem Bezug und beschäftigen sich in verschiedenen Projekten unter anderem mit Drohnen, virtueller Realität und Fragen der Privatsphäre im Smart Home. Als neues Pilotprojekt stattet die Schule die Schüler der Stufe 11 des Beruflichen Gymnasiums Informationstechnik mit einem iPad aus, um die digitale Bildung im konkreten Schulalltag zu ermöglichen und zukünftig neue Lernprogramme zu entwickeln. Dieses einmalige kreative Konzept verbunden mit der praxisbezogenen Lehre war sicherlich der Grund dafür, dass die Carl-Benz-Schule 2018 die Bitkom Auszeichnung zur „SmartSchool“ und auf der LEARNTEC den „delina Bildungspreis“ entgegennehmen konnte.

Motiviert durch diese vielen Auszeichnungen hat sich das Team der Carl-Benz-Schule zum Ziel gesetzt, auch die Schüler sowie die Lehrer anderer Schulen vom Konzept der Digitalen Bildung zu überzeugen. Als erste Koblenzer Schule organisierte die Carl-Benz-Schule einen Schüler-Hackathon-Wettbewerb (Internet der Dinge, IoT). Zehn begeisterte Teams, unterstützt von ihren Lehrern wetteiferten und überboten sich bei der Realisierung ihrer eigenen Ideen zum Thema IoT und Mikrocontrolleranwendung. Dabei schaute selbst hoher Besuch aus der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz vorbei. Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig sah begeistert den Schülern zu, wie sie ihre Ideen digital und konstruktiv umsetzten. Dabei reichte das Spektrum von der selbstgebauten Alarmanlage, über ein „dezentrales Alarmierungssystem für Feuerwehrmänner im Einsatz“, bis hin zum „Babyfon der Zukunft“. So konnte einer der Initiatoren des Hackathon, Lehrer Stefan Wintgen mit dem Ergebnis des Tages sehr zufrieden sein, und er hob voller Stolz die Begeisterung der verschiedenen Schülergruppen hervor.

Am Ende des Wettbewerbes wurden folgende Schulen mit Preisen ausgezeichnet. Den ersten Preis für das Projekt „Intelligentes Fahrradschloss“ erhielten die Schüler des Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, der zweite Preis ging an die Konrad Adenauer Realschule Plus in Vallendar für das Projekt „Babyfon 2.0“. Mit Platz drei wurden die Schüler des Bischöflichen Cusanus Gymnasium Koblenz für ihr Projekt „Multifunktionale portable Umweltmessstation“ und das Rhein-Wied-Gymnasium Neuwied für das Projekt „Intelligenter Regensensor“ ausgezeichnet.

Zum Schluss bedankte sich Schulleiter Rainer Probst bei allen Schülern sowie den teilnehmenden Lehrern für die gelungene und kreative IoT Werkstatt. „Dieser erste Koblenzer Hackathon war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass man Schüler durch kreative Ideen, mit viel Spaß und Motivation an die digitale Bildung heranführen kann“.