Archivierter Artikel vom 09.06.2020, 14:37 Uhr
Niederwerth

Finanzielle Ruandahilfe in Coronazeiten

Selbst ist die Frau, so dachte sich Inshuti-Mitglied Nicki Münz aus Niederwerth und hat, wie viele andere Menschen in diesen Tagen auch, eigene Mund-Nasen-Masken genäht.

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Foto: Inshuti

Die aus bunten Stoffen gefertigten Masken sollten für einen „guten Zweck“ verkauft werden. Dieser war schnell gefunden, denn Frau Münz engagiert sich unter anderem auch im Verein Inshuti, der eine Partnerschaft mit der Pfarrei Matimba im Nordosten Ruandas unterstützt. Dort wird in Zusammenarbeit mit Haus Wasserburg (Vallendar) und der KSJ Trier unter anderem die Ausbildung Jugendlicher und Frauen gefördert. Die Menschen dort sind von den Folgen der weltweiten Corona-Pandemie besonders hart betroffen.

Schnell wurde eine Unterstützerin für das Projekt gefunden und so wurden die Masken im Niederwerther Gemüsewagen von Familie Schmidt verkauft. Kürzlich konnte Martina Abts, Erste Vorsitzende Inshuti, einen Scheck über den Erlös von 1000 Euro entgegennehmen.

Inshuti bedankt sich bei Frau Münz und Familie Schmidt für die großartige Unterstützung und die Solidarität mit der Partnergemeinde aus Ruanda. Außerdem ein großes Dankeschön an die, die einen solchen Mund-Nasen-Schutz erworben haben.

„Ein paar Informationen zu Ruanda: Im Vergleich zu uns in Deutschland, gilt für unsere Freunde in Ruanda eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Nach unseren letzten Informationen bleiben alle Bildungseinrichtungen weiterhin bis Anfang September geschlossen – dies trifft private Träger besonders hart, da die dort angestellten Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter für diese Zeit entlassen worden sind. Wie wir erfahren haben, zahlt die Regierung für die öffentlich Angestellten nur etwa 40 bis 60 Prozent des Gehaltes. Für viele Menschen und Familien bleibt die Einkommenssituation prekär und sie sind auf Hilfen angewiesen. Eine erste gute Nachricht ist, dass die zum Teil sehr starken und heftigen Regenfälle, die vor allem in der Nordprovinz und im westlichen, inneren Teil von Ruanda zu erheblichen Überschwemmungen, Erdrutschen und Verwüstungen verursachten, nachgelassen haben. Jetzt heißt es für uns einmal mehr, unsere Freunde des Partnerlandes von Rheinland-Pfalz – Ruanda – nicht zu vergessen.“

Informationen zum Verein Inshuti, insbesondere zur Vereinsarbeit, Mitgliedschaft und zum Spendenkonto finden Sie unter www.inshuti-ev.de.