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Westerburg

Wäller-Park auf Kurs gebracht

Was die Umwandlung der Flächen in der ehemaligen Wäller-Kaserne betrifft, soll in ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Wirtschaftsministerium, der Stadt Westerburg und dem Investor GSK mbH abgeschlossen werden. Das gab die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke bei einem Besuch des Konversionsprojektes in Westerburg bekannt. Wie zu erfahren war, betragen die für die nächsten Jahre geplanten Investitionskosten für Abbruch, Erschließung, Planungen und so weiter schätzungsweise rund 4,7 Millionen Euro. Das Land übernimmt hiervon rund 2 Millionen Euro.

Der Wäller-Park entwickelt sich positiv. In Kürze soll ein städtebaulicher Vertrag zwischen Land, Stadt und Investor abgeschlossen werden. 
Foto: Wenzel
Der Wäller-Park entwickelt sich positiv. In Kürze soll ein städtebaulicher Vertrag zwischen Land, Stadt und Investor abgeschlossen werden.
Foto: Wenzel – wez

Der frühere Bundeswehrstandort Westerburg mit der Wäller-Kaserne und dem angeschlossenen Standortübungsplatz war Ende des Jahres 2007 endgültig geschlossen. Die Gesellschaft für Städtebau und Konversion mbH (GSK) mit Sitz in Trier erwarb 56 Hektar dieser Fläche, darunter die Kaserne sowie Teile des Standortübungsplatzes. Aus der ehemaligen Panzerkaserne wird jetzt zunehmend ein Mischgebiet mit Gewerbe- sowie Schul- und Wohnbereich. Die GSK verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich des nachhaltigen Flächenrecyclings und wird die Umwandlung der ehemaligen Kasernenfläche in Westerburg durchführen. Für diese Zwecke hatten die Triwo AG aus Trier und die Forschungs- und Informationsgesellschaft Firu, mit Sitz in Kaiserslautern, gemeinsam eine Gesellschaft für Städtebau und Konversion gegründet: die GSK. Bereits 1972 in Trier gegründet, hat sich die Triwo AG als inhabergeführte Familien-Aktiengesellschaft zu einem bedeutenden Unternehmen der Immobilienwirtschaft im Südwesten Deutschlands entwickelt. Unter dem Dach der Triwo führt das Unternehmen eine Vielzahl von vermögensverwaltenden Objektgesellschaften. Triwo besitzt zudem einen eigenen Immobilienbestand mit mehr als 700 000 Quadratmetern Mietflächen sowie eigenen Grundbesitz mit circa sechs Millionen Quadratmetern Grundstücksflächen. Mehr als 800 gewerbliche Unternehmen mit rund 10 000 Mitarbeitern sind über einen Mietvertrag mit dem Unternehmen verbunden. Die Forschungs- und Informations- Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung mbH, kurz Firu genannt, bietet seit 20 Jahren Leistungen im Bereich Städtebau und Raumplanung erfolgreich anbieten.

Die positive Entwicklung des Wäller-Parks sei ein Verdienst der Westerwälder Unternehmen, unterstreicht Stadtbürgermeister Ralf Seekatz. Mit einer Ausnahme stammten alle Investoren aus dem Westerwaldkreis. Neben einem großen Hallenkomplex, einem Logistikzentrum der Firma Krekel (Guckheim), haben sich ein Event-Veranstalter, ein Elektriker, ein Motoreninstandsetzer, ein Großhändler für Sportartikel sowie kürzlich eine Stahl- und Betonbaufirma im neuen Gewerbepark angesiedelt. Die letzte Panzerhalle wurde an das Unternehmen Sascha Rödig veräußert, das Betonfertigtreppen herstellt und auch im Stahlbau tätig ist. Ebenfalls wurde jüngst ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück an einen Unternehmer verkauft, der dort eine Kfz-Werkstatt einrichten möchte. Dies alles, sowie die Ansiedlung der Montessori-Schule sei bisher aus eigener Kraft und ohne Zuschüsse erfolgt, so Seekatz.

"Hier werden nicht nur neue Arbeitsplätze geschaffen, der Wirtschaftsstandort Westerburg kann mit dem Wäller-Park zukünftig eine erhebliche Aufwertung erfahren", verdeutlichte die Ministerin bei ihrem Besuch vor Ort. Im Fokus der Visite standen die Neuansiedlungen. Die Freie Montessori-Schule nutzt ehemalige Unterkunftsgebäude von Soldaten und zählt bereits 40 Beschäftigte. Im laufenden Schuljahr 2012/2013 besuchen 203 Schüler die Schule. Ein weiterer Ausbau sowie die Errichtung eines Internats sind in Planung. Im ehemaligen technischen Bereich der Kaserne hat die Firma Krekel LagerLogistik seit Beginn des Jahres ihr neues Quartier. Jüngste Ansiedlung ist die Eventagentur onEvent Veranstaltungstechnik GbR. Neben den Flächen für Gewerbe und Bildungseinrichtungen sind im Wäller-Park auch Wohngebäude sowie ein Sondergebiet zur Erzeugung erneuerbarer Energien vorgesehen.

Von unserem Redakteur

Michael Wenzel

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