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    Urige Atmosphäre beim Schmiedefest in Weltersburg

    Ein glänzendes Spalier geleitete die Besucher des Weltersburger Schmiede- und Schlachtfestes zu dem Platz an den Habelwerken: Fein aufpolierte Traktoren unterschiedlichster Marken, etwa von Lanz Bulldog, Hanomag oder von Deutz ließen die Herzen von Oldtimerfans höher schlagen. Dazu verbreitete die von einer Dampfmaschine angetriebene „Kermes Orgel“ anno 1872, die Johan van Loon aus den Niederlanden mitgebracht hatte, Schaustelleratmosphäre.

    Weltersburg - Ein glänzendes Spalier geleitete die Besucher des Weltersburger Schmiede- und Schlachtfestes zu dem Platz an den Habelwerken: Fein aufpolierte Traktoren unterschiedlichster Marken, etwa von Lanz Bulldog, Hanomag oder von Deutz ließen die Herzen von Oldtimerfans höher schlagen. Dazu verbreitete die von einer Dampfmaschine angetriebene „Kermes Orgel“ anno 1872, die Johan van Loon aus den Niederlanden mitgebracht hatte, Schaustelleratmosphäre.

    Herzstück des Festes war und ist seit vielen Jahren die alte Dorfschmiede des gastgebenden Schmiedeclubs Weltersburg. „Wir haben sie mit Teilen aus dem 17. und 18. Jahrhundert bestückt, beispielsweise mit einer rund 400 Jahre alten Zug- und Stauchmaschine. Alles ist funktionsfähig“, berichtete Klubvorsitzender Ewald Habel. Schon jetzt freut er sich auf die Veranstaltung in zwei Jahren, wenn das Fest zum 25. Mal ausgerichtet wird. Bis dahin hofft er, weitere Klubmitglieder zu gewinnen. „Die zahlen keinen Beitrag, haben dafür aber jede Menge Spaß und Energie“, sagt Habel. Eine Idee für die Nachwuchswerbung ist, dass der Klub selbst Schmiedelehrgänge anbieten will.
    Natürlich wurde die Technik in Aktion gezeigt. Der Rauch des heißen Schmiedefeuers mischte sich mit dem Geruch von Motorenöl, aber auch von deftiger Hausmannskost, die im Festzelt serviert wurde. Da gab es auch leckeres Schmiedebrot, rund 150 Laibe hatte die Bäckerei Hofmann gebacken, und die Schlachtteller, Schmiederinge oder die frische Blut- und Leberwurst des Partyservice Dennis Wagner aus Weltersburg fand reißenden Absatz.
    Der Platz glich einem lebenden technischen Museum, bei dem es viel Bodenständiges zu sehen gab. „Schön ist die Vielfalt und der Enthusiasmus, mit dem alles gezeigt wird“, begeisterten sich beispielsweise Elke und Heribert Malm (Neuwied). Viele Aussteller aus nah und fern sind immer wieder dabei, so etwa Korbflechter Rudi Meuer (Montabaur), Willibald Köhler (Firma Mann, Langenbach) mit einem Lokomobile-Lanz 1924, aber beispielsweise auch Jan Renders und Hein Jansen, die mit einer Holzschuh-Fertigungsmaschine aus Holland anreisten und vor allem die deutsche Gemütlichkeit priesen. Zum ersten Mal hingegen war Rosemarie Vetter (Ubstadt-Weiher) dabei, die mit viel Freude alle Details ihrer Strohseilmaschine und eines Mais-Repplers erklärte.
    Neben den großen Maschinen gab es auch kleine Modelle zu bestaunen, es waren außerdem einige Verkaufsstände aufgebaut, und auch für musikalische Unterhaltung war gesorgt. Damit hat das Schmiede- und Schlachtfest in Weltersburg wieder einmal bewiesen, dass sich ein Besuch dieser Veranstaltung für junge und ältere Besucher gleichermaßen lohnt.

    Von unserer Reporterin Angela Baumeier

     

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