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    Montabaur

    Schmuckstück: Altes Haus in der Innenstadt ist bald saniert

    An vielen Stellen macht Montabaurs Altstadt Fortschritte in Sachen Innenstadtsanierung. So auch das historische Gebäude am Großen Markt 5. Dort entsteht nicht nur zusätzlicher Wohnraum.

    Im alten Gebäude am Großen Markt 5 befand sich 1964 ein Ausstellungsraum des Kaufhauses Hisgen. Damals war das Haus auf den Namen Katharina Kalb eingetragen. Im Jahr 1965 zog der erste Eissalon ein. Foto: Stadtarchiv Montabaur
    Im alten Gebäude am Großen Markt 5 befand sich 1964 ein Ausstellungsraum des Kaufhauses Hisgen. Damals war das Haus auf den Namen Katharina Kalb eingetragen. Im Jahr 1965 zog der erste Eissalon ein.
    Foto: Stadtarchiv Montabaur

    Die Besitzer Doris und Wilhelm Kalb sorgen schon seit vielen Jahren mit ihrem Gebäude dafür, dass die historische Altstadt von Montabaur gut erhalten bleibt. In diesem Jahr wird quasi der zweite Bauabschnitt der Innensanierung fertig. Darüber hinaus sollen Schaufenster und Markise des Eissalons im Erdgeschoss optisch verbessert werden, sodass die äußere Gestalt die Ansicht des Großen Marktes insgesamt aufwertet.

    Das Wohn- und Geschäftshaus am Großen Markt ist seit dem Jahr 1981 im Besitz des Ehepaares Kalb, das sich mit viel Hingabe um das Haus kümmert. Der hintere Teil ist bereits vor mehr als zehn Jahren kernsaniert worden. Damals bekam das Gebäude einen für die jetzige Baumaßnahme wichtigen Baustein, nämlich ein Treppenhaus, über das die oberen Geschosse von hinten über die Judengasse auf privatem Weg erschlossen sind, ohne dass die Bewohner durch das Geschäft im vorderen Teil des Hauses müssen. Dadurch sind beste Voraussetzungen für die Sanierung der zweiten Wohnung im vorderen Haus für rund 150.000 Euro geschaffen worden, die noch vor dem Winter abgeschlossen werden soll.

    Sie trafen sich zu einer Begehung im ersten Obergeschoss am Großen Markt 5 in Montabaur (von rechts): Konstantin Hartenstein, Doris und Wilhelm Kalb sowie Stefan Baumgarten.  Foto: Susanne Willke
    Sie trafen sich zu einer Begehung im ersten Obergeschoss am Großen Markt 5 in Montabaur (von rechts): Konstantin Hartenstein, Doris und Wilhelm Kalb sowie Stefan Baumgarten.
    Foto: Susanne Willke

    So wird aus dem ersten und zweiten Obergeschoss, die über eine alte Holztreppe verbunden sind, derzeit eine geräumige Privatwohnung mit einem Wohnbereich und integrierter Küche im ersten Obergeschoss sowie Bad und zwei weiteren Räumen im zweiten Geschoss. Früher gab es mehr Räume auf den jeweiligen Etagen. „Wir wollten aber mehr Licht in die Wohnung bringen“, erklärt Architekt Konstantin Hartenstein. Große Fenster mit wunderbar alten Fensterläden wie in Italien schauen auf das historische Rathaus. Nachdem einige Wände herausgenommen worden sind, bekommt von diesem Licht auch der hintere Teil der Wohnung etwas ab. Zusätzlich fällt Licht aus dem relativ neuen Treppenhaus sowie durch einen eigens eingebauten Licht- und Belüftungsschacht in die Wohnung. „Wir werden mit einer speziellen Lichtplanung die Wohnung zusätzlich ausleuchten“, erklärt Hartenstein. Zudem sorgt ein heller Putz für Lichtreflexion. Der Historie wegen hatte man vorher die schön geschwungenen Rundbögen in den Wänden in bloßem Backstein belassen, die jetzt ebenso kunstvoll verputzt worden sind. „Das kann nicht jeder“, freut sich Hartenstein über das gute Ergebnis. Nur im hinteren Bereich des ersten Geschosses, in dem die Küche ihren Platz bekommen soll, blieben die Backsteine sichtbar, sozusagen als historisches Relikt. Die Stuckdecke blieb ebenfalls erhalten, das zweite Obergeschoss ist mit einer sogenannten Kölner Decke ausgestattet.

    „Allerdings haben wir während der Arbeiten auch einige statische Überraschungen erlebt“, erzählt Hartenstein. Große Eisenträger mussten eingezogen werden. Auch die Putzarbeiten waren ursprünglich nicht in großem Umfang eingeplant, mussten aber sein. Die groben Arbeiten bewältigten die Handwerker während des Winters, um die Pause der Eisdiele unter der Wohnung zu nutzen. „Die haben den Schutt wirklich in Eimern heruntergetragen“, erzählt Doris Kalb und Konstantin Hartenstein ergänzt: „Dieser Umbau war logistisch betrachtet sehr aufwendig.“

    Wegen der guten Vorarbeit und der besonderen städtebaulichen und historischen Bedeutung des Hauses fördert die Stadt das Vorhaben auf dem Topf des Programms „Aktive Stadtzentren mit 50.000 Euro. „In diesem Gebäude sind früh die Weichen für eine unterschiedliche Nutzung gestellt worden“, erklärt Stefan Baumgarten von der Verbandsgemeinde Montabaur. „Die Besitzer sind mit viel Leidenschaft und Verbundenheit bei der Sache“, freut er sich über die solide Instandhaltung des Gebäudes, in dem jetzt eine komplett durchsanierte Wohnung von 140 Quadratmetern im Innenstadtbereich entsteht.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

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