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    Sanierungspläne für Gebäude am Konrad-Adenauer-Platz reifen heran

    Werden die großen Gebäude am Montabaurer Konrad-Adenauer-Platz abgerissen oder von Grund auf saniert? Welche Nutzungsmöglichkeiten sollen die Immobilien künftig bieten? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum eines zweitägigen Workshops in der Stadthalle, bei dem Eigentümer, Anlieger und Experten erste Ideen für die Zukunft des Platzes sammelten. Am Ende stand der Entschluss, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen und möglichst bald zu einer konkreten Planung zu kommen.

    Am Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur müssen mehrere Gebäude saniert werden.
    Am Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur müssen mehrere Gebäude saniert werden.
    Foto: Thorsten Ferdinand

    Montabaur - Werden die großen Gebäude am Montabaurer Konrad-Adenauer-Platz abgerissen oder von Grund auf saniert? Welche Nutzungsmöglichkeiten sollen die Immobilien künftig bieten? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum eines zweitägigen Workshops in der Stadthalle, bei dem Eigentümer, Anlieger und Experten erste Ideen für die Zukunft des Platzes sammelten. Am Ende stand der Entschluss, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen und möglichst bald zu einer konkreten Planung zu kommen.

    Hintergrund: Der Konrad-Adenauer-Platz selbst ist zwar frisch saniert, aber die angrenzenden Gebäude wie die Kreissparkasse, das sogenannte Hisgen-Gebäude und das Rathaus der Verbandsgemeinde haben erheblichen und dringenden Sanierungsbedarf. Die Eigentümer wollen ihre Planungen nun so abstimmen, dass am Ende auch eine städtebauliche Aufwertung des Platzes erreicht wird.

    Standortwechsel sind denkbar

    Zwei Tage hatten sich die Beteiligten Zeit genommen, um über die Zukunft zu diskutieren und sich gegenseitig ihre Vorstellungen darzulegen. Begleitet wurde die Arbeit im Workshop von Fachleuten aus den Gebieten Stadtplanung, Architektur, Verkehr, Einzelhandel, Denkmalpflege, Verwaltung sowie von lokalen Akteuren aus Einzelhandel und Dienstleistungssektor. Die Moderation hatte Prof. Gerd Baldauf, Stadtplaner aus Stuttgart, übernommen.

    Die drei großen Gebäude wurden zwischen den 60er- und frühen 80er-Jahren erbaut, als energetische Gesichtspunkte kaum eine Rolle spielten und sowohl in der Architektur als auch im Denkmalschutz andere (ästhetische) Maßstäbe galten als heute. Inzwischen sind die Häuser zum Sanierungsfall geworden, ihre Eigentümer bekundeten dringenden Handlungsbedarf. Sogar über Abriss und Neubau als eine mögliche Variante wurde offen gesprochen. Auch zeigten die Anlieger sich bereit, über einen möglichen Standortwechsel, also einen Gebäudetausch rund um den Platz, nachzudenken. „Genau in dieser Offenheit besteht die beinah historische Chance für den Konrad-Adenauer-Platz und die Montabaurer Innenstadt“, sagte Bürgermeister Edmund Schaaf, der für die Verbandsgemeinde als Eigentümerin des „neuen“ Rathauses mit am Tisch saß. Die Verwaltung wird nun die Kreissparkasse und die German Investment PortfolioAsset Management als Eigentümer des Hisgen-Gebäudes zügig zu weiteren Gesprächen einladen, um die Ideen zu konkretisieren und die Planungen voran zu treiben, damit vielleicht schon Ende des Jahres ein Gesamtkonzept vorliegt.

    Einige Aufgaben haben sich aus dem Workshop auch für die Stadt Montabaur ergeben. In einer Abschlussrunde, zu der auch die Mitglieder des Stadtrates eingeladen waren, fasste Prof. Baldauf die Ergebnisse zusammen. Zunächst attestierte er der Stadt ein enormes Entwicklungspotenzial. „Der Einzelhandel am Konrad-Adenauer-Platz muss gestärkt werden. Verkaufsflächen von 10.000 bis 15.000 Quadratmetern sind hier denkbar“, zitierte Baldauf die Einzelhandelsexperten. Dabei müssten auch die Kundenströme vom und zum künftigen FOC im Blick behalten werden. Außerdem rieten die Fachleute dazu, dem Platz selbst zur Wilhelm-Mangels-Straße eine Abgrenzung, eine Fassung zu geben. „Im Moment läuft der Platz zur Straße hin weg. Hier braucht es einen optischen Halt“, so Prof. Horst Ermel, Architekt aus Kaiserslautern. Er forderte dazu auf, die Wegeverbindungen zwischen dem Konrad-Adenauer-Platz und dem Großen Markt auszubauen und dabei Rundwege anzulegen.

    Wohnungen an der Hospitalstraße?

    Auf der Tagesordnung stand auch die Hospitalstraße, wo die Stadt einige zusammenhängende Grundstücke erworben hat. Für die Zwecke der Verwaltung, der Kreissparkasse oder für großflächigen Einzelhandel eignet sich dieses Quartier nach Auffassung der Experten allerdings nicht. Hier wird nun über eine kleinteilige Nutzung, zum Beispiel stadtnahes Wohnen, nachgedacht. Zum Abschluss des Workshops bedankte sich Stadtbürgermeister Klaus Mies bei allen Beteiligten für die große Offenheit und das Interesse an einer gemeinsamen Lösung: „Wir sind noch in den Anfängen, aber es sind gut Ansätze zu sehen.“ tf

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