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Selters

Neue Küche für die Kita: Fertigessen ade, von nun an wird frisch gekocht

In der Kindertagesstätte Sonnenschein in Selters soll künftig das Mittagessen frisch vor Ort zubereitet werden. Damit möchte man auf Essenslieferungen verzichten. Der Bauausschuss hat Stadtbürgermeister Rolf Jung in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag erteilt, Angebote für eine neue Industrieküche einzuholen. Ein Heißluft-Kombidämpfer soll das Herzstück der neuen Küche werden. Elke Pollatz, Leiterin der Kita, betonte in der Sitzung, wie wichtig dieser Schritt für die Kinder und Eltern sei. Denn das Mittagessen wird nicht nur auf die Bedürfnisse der Kleinen zugeschnitten, sondern wird auch günstiger.

Auf das Mittagessen freuen sich die Kinder der Kita Sonnenschein immer besonders. Bald wird es in der Einrichtung frisch gekocht.  Foto: Verena Hallermann
Auf das Mittagessen freuen sich die Kinder der Kita Sonnenschein immer besonders. Bald wird es in der Einrichtung frisch gekocht.
Foto: Verena Hallermann

Für die Kinder ist es ein Vorteil, wenn die Mahlzeiten in der Einrichtung frisch zubereitet werden, machte Pollatz deutlich. So können die Kleinen die Zubereitung miterleben und die Kita-Mitarbeiter besser auf Allergiker und Kindern mit Sonderwünschen Rücksicht nehmen. „Viele Kinder sind den ganzen Tag in unserer Einrichtung“, betont die Kita-Leiterin. „Wir sind in der Verantwortung uns um eine gesunde Ernährung zu kümmern.“ Ein vollwertiges Mittagessen, regionale und saisonale Produkte sowie ein Speiseplan, der nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ausgerichtet ist, sollen Teil des Ernährungskonzeptes sein. Zwar richte sich das angelieferte Essen auch nach den Richtlinien der DGE, dennoch sei es immer noch etwas anderes, die Mahlzeiten zu den gewünschten Essenszeiten frisch zuzubereiten, betont Pollatz, die bereits seit 1993 die Einrichtung leitet.

Derzeit werden täglich 44 Kinder mit Mittagessen versorgt. Nicht alle können oder dürfen das gleiche essen. Bisher war es schwierig, auf Sonderwünsche Rücksicht zu nehmen. Das will Köchin Carmen Horn künftig ändern. Zudem hat ein Biohof bereits seine Kooperation und einen Preisnachlass von zehn Prozent angeboten. Ein weiterer Vorteil: Das Mittagessen soll künftig günstiger werden. Wie viel ist aber noch unklar. Derzeit kostet das Essen 3,50 Euro. Für die Kita bedeutet das allerdings einen höheren Aufwand. Unter anderem muss an eine Rückstellprobe gedacht werden. Diese muss zwei Wochen aufbewahrt werden, um nachweisen zu können, dass eine potenzielle Erkrankung eines Kindes nicht auf das Essen der Einrichtung zurückzuführen ist.

Die Finanzierung der geplanten Neuerungen ist wie folgt geplant: Weil die Kita fünf neue U-3-Plätze bekommt, kann die Stadt Zuwendungen seitens des Landes beantragen. Wenn diese Erweiterung noch mit einer Baumaßnahme verbunden ist, fällt die Förderung höher aus. Insgesamt könnte die Stadt mit Geldern bis zu 44.500 Euro rechnen. Die Stadt muss einen Eigenanteil von fünf Prozent erbringen, sprich etwas mehr als 2000 Euro. Zudem war der jüngste Bauabschnitt in der Kita, bei dem die räumliche Situation verbessert wurde, 17.000 Euro als gedacht. Unter anderem hat der Speiseraum eine Schallschutzdecke bekommen. Dieses Geld könnte nun in die Ausstattung der neuen Küche fließen. Die jetzige Haushaltsküche, die es schon seit der Kita-Gründung im Jahr 1992 gibt, soll voraussichtlich im Sommer durch eine Industrieküche ausgetauscht werden. „Mir ist es ganz wichtig, dass die Kinder ein ordentliches Essen bekommen“, macht der Stadtbürgermeister deutlich. „Das ist mir eine Herzensangelegenheit.“

Von unserer Redakteurin Verena Hallermann

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