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Schenkelberg

Kunstvolle Totems

In jedes Spielzeugset eines Indianerlagers gehört neben Tipi und Lagerfeuer natürlich auch ein Totempfahl. Jens Röser erweckt die traditionsreiche Kunst aus Wildwestzeiten im Westerwald des 21. Jahrhunderts zum Leben.

Schenkelberg – In jedes Spielzeugset eines Indianerlagers gehört neben Tipi und Lagerfeuer natürlich auch ein Totempfahl. Jens Röser erweckt die traditionsreiche Kunst aus Wildwestzeiten im Westerwald des 21. Jahrhunderts zum Leben.

Bildhauer Jens Röser aus Sachsen orientiert sein Leben und seine Kunst nach den Kulturen nordamerikanischer Indianer einschließlich der Fertigung meterhoher Totempfähle. Vor allem die Stämme an der Nordwestküste Nordamerikas schufen eine ganze Reihe solcher Pfähle mit unterschiedlichsten Bedeutungen. Der Totempfahl, ein kunstvoll verzierter Stamm, enthielt beinahe abstrakt wirkende Darstellungen von Tieren und Familiensymbolen. Erst mit der konsequenten Vernichtung der frei lebenden Stämme gingen diese Traditionen unter. "Heute fahren Deutsche nach Amerika, um den Tourismus-Indianern ihre eigene Kultur wieder beizubringen", bedauert Röser, dessen Haus und Garten viele hundert selbst hergestellter indianischer Accessoires beherbergt. Die abstrakten Formen und Darstellungen ergänzt er durch eigene Nuancen und rundet die Konturen ein wenig ab, um dem Geschmack der Europäer zu entsprechen. "Alternativen einer Konsumgesellschaft erleben eine Renaissance", sagt Röser, der zur Zeit aus einer Douglasie einen fünf Meter hohen Totempfahl für das Außengelände des Hachenburger Spielwarenhändlers Habakuk herstellt. Dort werden themenbezogene Kindergeburtstage mit pädagogischer Spielebegleitung angeboten. Das Thema Indianer jedenfalls dürfte nicht zuletzt aufgrund der Accessoires Rösers für die Kinder zu einem authentischen Erlebnis werden. "Dabei ist der Begriff Indianer grundfalsch", führt Röser den Gedanken weiter, "Die einzelnen Stämme in der neuen Welt waren kulturell so unterschiedlich wie in Europa Schweden und Griechen." Wenn mit solch anschaulichen Veranstaltungen ein wenig das Interesse geweckt wird, sich mit den Bräuchen der Ureinwohner Amerikas und der Naturvölker im Allgemeinen auseinanderzusetzen, sei das ein wichtiger Schritt zur Vermittlung der Grundwerte. Röser empfindet selbst immer Freude dabei, wenn er Kindern praxisbezogen das Leben mit der Natur veranschaulicht. "Ein Indianer machte es früher vor, drückte dir das in die Hand und sagte: Und jetzt du!" (son)

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