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    Dernbach

    Krankenhaus Dernbach schließt Kliniken

    Das Dernbacher Herz-Jesu-Krankenhaus hat zwei Kliniken geschlossen. Nach rund sechs Monaten Laufzeit wurden die Klinik für Geriatrie und die Klinik für Naturheilkunde aufgegeben. Das hat die Klinikleitung jetzt gegenüber der WZ bestätigt.

    Dunkle Wolken über dem Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach: Die Geschäftsführung der Maria Hilf RLP hat jetzt überraschend zwei Kliniken wieder geschlossen, die erst zu Jahresbeginn gegründet worden waren. Warum kam das plötzliche Aus? Viele Fragen bleiben offen.
    Dunkle Wolken über dem Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach: Die Geschäftsführung der Maria Hilf RLP hat jetzt überraschend zwei Kliniken wieder geschlossen, die erst zu Jahresbeginn gegründet worden waren. Warum kam das plötzliche Aus? Viele Fragen bleiben offen.
    Foto: Stephanie Kühr

    Dernbach - Das Dernbacher Herz-Jesu-Krankenhaus hat zwei Kliniken geschlossen. Nach rund sechs Monaten Laufzeit wurden die Klinik für Geriatrie und die Klinik für Naturheilkunde aufgegeben. Das hat die Klinikleitung jetzt gegenüber der WZ bestätigt.

    Erst im Januar dieses Jahres hatte das Dernbacher Krankenhaus die beiden Kliniken gegründet (die WZ berichtete), um eine Versorgungslücke in den Bereichen Altersmedizin und Naturheilkunde zu schließen, wie es zu Beginn des Jahres hieß. Nun kam das überraschende Aus. War es nicht der richtige Zeitpunkt? Oder ist die Region noch nicht reif für alternative medizinische Behandlungsmethoden? Es bleiben Fragen offen.

    Trotz Schließung der beiden Kliniken hält die Krankenhausleitung grundsätzlich an ihrer Entscheidung fest, das medizinische Leistungsspektrum um die Bereiche Geriatrie und Naturheilkunde zu erweitern. "Nach wir vor halten wir die strategische Entscheidung für richtig. Wir werden beide Kliniken in Zukunft wieder neu gründen. Viele gute Argumente sprechen dafür. Aber das braucht Zeit und eine gründliche Vorbereitung", sagte die Geschäftsführerin der Maria Hilf RLP, Elisabeth Disteldorf, unserer Zeitung. Nach wie vor gebe es in den Bereichen Altersmedizin und Naturheilkunde eine Versorgungslücke im Westerwaldkreis, die es zu schließen gelte, betonte sie. Einen genauen Zeitpunkt für die Neugründung der Kliniken nannte Disteldorf indes nicht. Von einem Scheitern des Projektes wollte die Geschäftsführerin nicht sprechen. "Das strategische Ziel bleibt. Wir gehen es an", machte sie deutlich.

    Die Mitarbeiter der beiden Kliniken sind nunmehr in anderen Bereichen des 238 Betten umfassenden Krankenhauses eingesetzt. "Es gab keine Entlassungen", versicherte Disteldorf. Auch die Infrastruktur und Räumlichkeiten werden von den übrigen Bereichen des Krankenhauses mit genutzt. Einzig teure Investitionen wie etwa die Hyperthermie-Sonde, die in der Behandlung von Tumor- oder Schmerzpatienten eingesetzt wurde, oder die eigens gebaute Kneipp-Abteilung, liegen derzeit brach. "Es ist eine Frage der Zeit, dann werden wir auch dies wieder nutzen können", kommentierte dies Disteldorf.

    Trotz der Schließung beider Kliniken sieht die Krankenhausleitung keine Probleme für die Versorgung von Patienten in der Region. "Für Patienten entstehen keinerlei Nachteile", betonte der ärztliche Direktor Dr. Christoph Lerchen gegenüber der WZ. "Hochbetagte Patienten mit vielfältigen Vorerkrankungen behandeln und betreuen wir wie zuvor auch in unseren Akutkliniken, sprich in den Bereichen Innere Medizin und Chirurgie", unterstrich er. "Die geriatrische Versorgung in der Region ist gewährleistet", machte der Chefarzt deutlich. Anders sehe es im Bereich der Naturheilkunde aus. "Diese spezielle Patientenklientel können wir derzeit nicht versorgen", räumte Lerchen ein. Es sei aber das erklärte Ziel, die Naturheilkunde in Dernbach zu etablieren. Die Reaktion auf die Schließung sei bislang verhalten, sagte Disteldorf. Dies sei mit der guten Versorgung der Patienten zu erklären. "Wir haben uns als Krankenhaus in der Region und für die Region positioniert und unser Leistungsspektrum immer weiter ausgebaut und modernisiert", betonte die Geschäftsführerin Disteldorf. Den Bereich der Radiologie werde das Krankenhaus künftig ausbauen, kündigte Chefarzt Lerchen an.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr

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