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    Kampf gegen die Schweinepest im Westerwald: Jäger legen Köder aus

    An diesem Wochenende legen die Jäger im Westerwaldkreis wieder flächendeckend Impfköder gegen die Schweinepest aus. Die Impfung gegen die gefährliche Virusseuche betrifft das gesamte Kreisgebiet nördlich der Autobahnen A 48 (Höhr-Grenzhausen bis zum Dernbacher Dreieck) und A 3 (Dernbacher Dreieck bis Görgeshausen), ferner die kompletten Landkreise Altenkirchen und Neuwied. Seit der Feststellung erster Seuchenfälle im nördlichen Rheinland-Pfalz um den Jahreswechsel 2008/2009 ist dies bereits die 14. Impfaktion, die nächste Köderausbringung ist für das letzte Maiwochenende vorgesehen.

    Jagdpächter Erhard Ickenroth legt in seinem Revier Meudt West einen Impfköder in eine vorbereitete Kuhle, die anschließend wieder verschlossen wird. Die Köder werden in mindestens zwei Meter Abstand ausgebracht, damit auch die rangniedrigen Wildschweine einer Rotte zum Zug kommen.
    Jagdpächter Erhard Ickenroth legt in seinem Revier Meudt West einen Impfköder in eine vorbereitete Kuhle, die anschließend wieder verschlossen wird. Die Köder werden in mindestens zwei Meter Abstand ausgebracht, damit auch die rangniedrigen Wildschweine einer Rotte zum Zug kommen.

    „Die Impfung ist dank der verlässlichen Durchführung durch die Jäger bislang ein voller Erfolg“, bilanziert Dr. Ralf Conrath, Leiter des Tierseuchenreferates der Kreisverwaltung. Der letzte Virusnachweis bei einem Wildschwein im Kreisgebiet betraf Anfang März 2009 einen Frischling in Kroppach, seit Ende Juli 2009 sind auch im sonstigen rechtsrheinischen Teil von Rheinland-Pfalz sowie im angrenzenden Nordrhein-Westfalen keine Schweinepestfälle mehr nachgewiesen worden.

    Nach Conraths Einschätzung kann dennoch von einer vollständigen Tilgung des Seuchengeschehens derzeit noch nicht sicher ausgegangen werden. Vielmehr komme es nach wie vor darauf an, möglichst viele Wildschweine mit den Impfkapseln zu erreichen, die in eine Ködermasse aus Maismehl und Fett eingearbeitet sind und an geeigneten Stellen in den Boden eingegraben werden. Sämtliche im Impfgebiet erlegten Schwarzkittel werden auf Schweinepestvirus, aber auch auf Impfantikörper untersucht. Bei erwachsenen Wildschweinen und Überläufern (Alter 1-2 Jahre) liegt der Prozentsatz der Tiere mit Impfschutz derzeit bei erfreulichen 70 bzw. 60 Prozent. Bei Frischlingen - so Conrath – könne es etwas besser sein, sie erreichen nur knapp 50 Prozent. Der Amtstierarzt führt dies auf das schwierige Impfjahr 2010 zurück, wo der Boden bis weit in den März hinein hart gefroren und die Köderausbringung erschwert war.

    Im Kreishaus rechnet man damit, dass die EU die derzeitigen Schutzmaßnahmen in etwa einem Jahr aufheben wird, dass also die Wildschweine mit der Frühjahrsimpfung 2012 in eine hoffentlich seuchenfreie Zukunft entlassen werden. Dies setzt allerdings voraus, dass zwischenzeitlich keine neuen Fälle mehr auftreten.

    Ministerium rechnet schon bald mit letzter Schweinepest-Impfung
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