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    Infrastruktur: Jetzt werden Bahnbrücken freigelegt

    Die Rodungsarbeiten rund um drei Brücken der Deutschen Bahn bei Dreikirchen, Obererbach und Niedererbach sind in vollem Gange, denn sie müssen laut Landesnaturschutzgesetz bis 28. Februar abgeschlossen sein. Zum Teil arbeiten die beauftragten Firmen deshalb sogar noch am späten Abend mit Scheinwerfern. Wanderer und Radfahrer müssen in den nächsten Monaten in diesen Bereichen mit Einschränkungen rechnen. Um die Baustellen und entsprechende Zufahrten einzurichten, braucht die Bahn auch Flächen außerhalb der eigenen Gebiete. Außerdem werden Wegebeziehungen im Bereich der Baumaßnahmen beeinträchtigt sein. In Niedererbach können die Waldwege in Verlängerung der Anliegerstraßen „Am Löhn“ und „Im Sand“ nicht betreten werden. Darüber hinaus werden ein Forstweg zwischen Niedererbach und Obererbach sowie ein Teilabschnitt der Wiesenstraße in Dreikirchen während der Bauzeit für den Verkehr gesperrt.

    Rund um die Odenwälder Brücke sind bereits Büsche und Bäume entfernt worden, damit Platz für den Abriss und Neubau des Bauwerks ist. Bis vor Kurzem war die Brücke fast vollständig durch die Pflanzen bedeckt. Foto: Sascha Ditscher
    Rund um die Odenwälder Brücke sind bereits Büsche und Bäume entfernt worden, damit Platz für den Abriss und Neubau des Bauwerks ist. Bis vor Kurzem war die Brücke fast vollständig durch die Pflanzen bedeckt.
    Foto: Sascha Ditscher

     

    Entlang der Bahnstrecke zwischen Staffel und Siershahn werden in diesem Jahr von der Deutschen Bahn Netz AG drei Bahnbrücken erneuert (die WZ berichtete). Komplett abgerissen und neu als Betonstahlkonstruktion aufgebaut werden die Odenwälder Brücke zwischen Dreikirchen und Obererbach sowie die Tiefenthal-Brücke im Wald zwischen Obererbach und Niedererbach. Die Hohe Brücke, die sich hoch über das Sandbachtal bei Niedererbach spannt, wird denkmalgerecht saniert. Die Arbeiten sind nötig, um die Bahnstrecke 3731 aus dem Jahr 1880 zu erhalten.

    Für die gesamte Bauzeit plant die Bahn zehn Monate ein. Das Gleis auf der Strecke wird voraussichtlich für sechs Wochen von Anfang August bis Mitte September gesperrt. Für diese Zeit wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Um schnell fertig zu werden, soll an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr und nach Möglichkeit an allen drei Brücken gleichzeitig gearbeitet werden.

    Den größten Aufwand muss die Bahn für die Hohe Brücke bei Niedererbach betreiben und rund 4 Millionen Euro investieren. Weil sie denkmalgeschützt ist und damit weitestgehend in altem Bestand erhalten werden muss, müssen vor allem die Pfeiler und Gewölbe instand gesetzt werden. Dafür wird das Bauwerk komplett eingerüstet. Auch soll die derzeit verdeckte Backsteinoptik wieder freigelegt werden. Gleichzeitig müssen moderne Standards berücksichtigt werden. So muss die Bahn die Breite entlang der Bahngleise vergrößern, die heute sechs Meter betragen muss. Dazu muss das alte Geländer nach außer verlagert werden, um seitlich der Gleise Platz für Wartungsarbeiten zu schaffen.

    Für die Tiefenthal-Brücke im Wald kalkuliert die Bahn derzeit 2 Millionen Euro, für die Odenwälder Brücke rund 1 Million Euro. Die Schäden an beiden Brücken seien enorm. Fugenfüllungen sind herausgefallen und haben die Bauwerke porös werden lassen. Zudem sei es besonders schwierig, Gewölbe zu sanieren.

    Schon im vergangenen Jahr informierte die Deutsche Bahn Netz AG in zwei Bürgerversammlungen über die Sanierungsarbeiten, um in der Bevölkerung Verständnis zu wecken. Detaillierte Zeitpläne werden bekannt gegeben, sobald das Wetter einen Überblick tatsächlich zulässt.

    Von unserer Redakteurin Susanne Willke

     

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