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Obererbach

Hilfe kommt aus Obererbach: 480 Kilo Reis sind auf dem Weg nach Rumänien

Susanne Willke

Säcke voller Reis, Nudeln und Waschmittel und immerhin 1400 Kartons mit Hilfsgütern schickte die Rumänienhilfe der Kolpingfamilie Obererbach wieder auf die Reise. Rund 40 Helfer luden im Laufe eines Nachmittags einen Lkw, der sich sofort auf den Weg nach Satu Mare zur dortigen Caritas-Station machte.

Mit Hilfe einer Menschenkette werden weit mehr als Tausend Kartons aus einer großen Obererbacher Scheune in den 40-Tonner umgeladen. Mindestens 40 Helfer waren wieder am Werk und auch das Wetter hatte für den Moment ein Einsehen.  Foto: Susanne Willke
Mit Hilfe einer Menschenkette werden weit mehr als Tausend Kartons aus einer großen Obererbacher Scheune in den 40-Tonner umgeladen. Mindestens 40 Helfer waren wieder am Werk und auch das Wetter hatte für den Moment ein Einsehen.
Foto: Susanne Willke

Immer wieder sieht sich die Rumänienhilfe mit der Frage konfrontiert, ob die Hilfe in Rumänien überhaupt noch nötig ist. „Ja, das ist sie“, sagt Szilard Nagy, Mitarbeiter der Caritas Satu Mare. Noch immer sind Grundnahrung und Hygienemittel sehr teuer, das Grundeinkommen dagegen sehr niedrig. Betroffen von der Armut sind insbesondere Kinder und alte Menschen, um die sich die Caritas kümmert. Die Rumänienhilfe Obererbach ergänzt diese Hilfe und setzt ihren Schwerpunkt dabei auf Kinder und Jugendliche. Deshalb gibt es neben ganz praktischen Hilfsmitteln auch etwas für die Seele: 300 Kilogramm Weihnachtsschokolade.

Und weil Grundnahrungsmittel in Rumänien sehr viel teurer sind, als in Deutschland, kaufte Bruno Schneider, Vorsitzender der Rumänienhilfe, von den Spendengeldern vieler Westerwälder unter anderem 480 Kilogramm Reis, 200 Kilogramm Nudeln und eine größere Menge Konserven. Nahrungsmittel, die für die Armenküche der Caritas gedacht sind, in der täglich bis zu 500 Essen ausgeben werden.

Weil aber auch Hygiene überlebensnotwendig sein kann, kaufte Schneider über die Lebensmittel hinaus auch 20 Säcke Vollwaschmittel ein. Dazu stehen auf der immer wieder interessant zu lesenden Ladeliste acht Pflegebetten, die besonders schwer und sperrig sind, und somit großes Geschick beim Packen erforderten. Sie braucht die Caritas dringend für die Hauskrankenpflege. Gebraucht und auch geliefert wurden außerdem 42 Flachbildschirme, die deutlich weniger Strom verbrauchen als Röhrenmonitore. Denn auch der Strom ist in Rumänien sehr viel teurer als in Deutschland. Zudem gingen bei diesem ersten Hilfstransport des Jahres 30 Fahrräder sowie etliche Matratzen, Kinderwagen, Rollstühle und zehn Kartons mit Spielzeug auf die Reise. Den Transport sponserte Herbert Herborn aus Dreikirchen, der schon viele Jahre die Transportkosten der Rumänienhilfe unterstützt.

Satu Mare ist der Ausgangspunkt, von dem die Caritas die Obererbacher Hilfsgüter nicht nur in der Region an die eigenen Projekte verteilt. Ein Teil der Ladung leitet die Caritas weiter nach Iasi zu einem Behindertenwohnprojekt, das die Rumänienhilfe seit vielen Jahren unterstützt. Ein weiteres Ziel ist das Hilfsprojekt für Romakinder von Jenny Rasche in Siebenbürgen, die ebenfalls schon lange von Westerwäldern Unterstützung bekommt. Auch die Transportkosten innerhalb Rumäniens zahlt die Rumänienhilfe aus Spendengeldern.

Obwohl es immer wieder viel Arbeit und Organisationsaufwand bedeutet, die besonders Bettina und Bruno Schneider mit dem Packen und Einkaufen der Hilfsgüter leisten, nachlassen wollen sie damit nicht. Zu wichtig ist es der Rumänienhilfe, etwas für die Kleinen und Schwachen in einem immer noch relativ armen Land wie Rumänien zu tun.

Von unserer Redakteurin
Susanne Willke

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