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Rothenbach

Gespannte Stille beim Petermännchen-Theater: Frau Holle lässt Kinderaugen glänzen

Angela Baumeier

Voller Erwartung sitzen die Knirpse in den ersten Reihen des Kleinen Hauses von Rothenbach. „Gleich fängt's an!“, verkündet ein Mädchen. Spannung knistert im Raum, die Minuten, bis sich endlich der glitzernde blaue Bühnenvorhang öffnet, dauern und dauern. Da huscht ein anderes Kind schnell noch auf den Schoß der Mama, sicher ist sicher. Dann ist es so weit.

Der Vorsitzende des Petermännchen-Theaters, Markus Kachler, begrüßt die Premierengäste, die nun gut eineinhalb Stunden in die Märchenwelt von Frau Holle entführt werden. Gerne erfüllen sie noch schnell die letzte Regiebitte, alle Handys auszuschalten, um unschöne Rückkopplungsgeräusche zu vermeiden. Dann gibt Kachler das Wort weiter an den Märchenerzähler, der mit einem dicken, alten Buch die Bühne betritt. Mucksmäuschenstill ist es in dem Theaterraum, gebannt verfolgen die Kinder, wie ein Wolkenbote auf der Erde landet und Ausschau nach einem fleißigen Mädchen hält, das Dienst bei Frau Holle tun soll.

Auch die Erwachsenen haben bei dieser bildschönen Inszenierung die Möglichkeit, sich noch einmal als Kind zu fühlen, sich an Zeiten zu erinnern, als Märchen vorgelesen wurden. Gemeinsam tauchen sie mit ihren Sprösslingen in eine Welt ein, in der Gut und Böse noch klar getrennt sind und zu guter Letzt natürlich das Gute belohnt wird.

Die für alles verantwortlichen Regisseure Hanna Aßmann, Sika Michel und Thomas Triesch haben ihre Arbeit mehr als gut gemacht und gemeinsam mit allen Darstellern und den zahlreichen helfenden Händen das Märchenspiel von Josef Carl Grund so spannend und einfallsreich auf die Bühne gebracht, dass die kleinen Zuschauer sich immer wieder zu Wort meldeten. „Ich bin auch brav!“, tönte es da beispielsweise, als Goldmarie ihre zweite Prüfung besteht, die Äpfel fleißig vom Baum schüttelt, und diese dann gemeinsam mit dem Apfelbaum anstimmen: „Äpfel für den Winter, für die braven Kinder...“ Begeistert wird von den Kleinen auch Frau Holle bei ihrem ersten Auftritt mit einem „Hallo!“ begrüßt. Entrüstet reagiert ein Junge hingegen, als die Bühne verdunkelt wird, als Goldmarie unter dem Stadttor steht, um ihren goldenen Lohn zu empfangen.

Das Credo des Petermännchen-Theaters „Der Star ist die Mannschaft“ hat sich auch im Jubiläumsjahr (die Laienspielgruppe gibt es seit 25 Jahren) bewährt: Begeistert klatschen die kleinen und großen Zuschauer Beifall für diese gelungene Inszenierung, bevor die „Mannschaft“ ihren traditionellen Jubelschrei hinter verschlossenem Vorhang erschallen lässt. Ein Bravo gebührt dem gesamten Team für die Gesamtleistung, ein Lob allen Darstellern. Schön, dass immer wieder neue dazugewonnen werden; zum ersten Mal standen in diesem Jahr Lena Zimmermann und Lara Windt auf der Bühne, eine Premiere feierte auch Maria Ickenroth, die erstmals bei der Inspizienz dabei war.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

Weitere Aufführungen

„Frau Holle“ wird am 18., 19., 25. und 26. November im Kleinen Haus von Rothenbach gezeigt, diese Aufführungen sind ausverkauft.

Karten gibt es noch für die Vorstellungen am Freitag, 8.Dezember, und am Samstag, 9. Dezember, in der Stadthalle Westerburg. Beginn ist jeweils um 17 Uhr, Einlass eine Stunde früher. Karten gibt es an allen bekannten VVK-Stellen sowie über die Telefonnummer 0651/979 07 77. Weitere Informationen im Internet unter www. petermaennchen-theater.de

Montabaur Hachenburg
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