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Bannberscheid

Dreiakter kommt an: Theatergilde vom "Berschender Allerlei" sorgt für viel Vergnügen

Hans-Peter Metternich

Um Himmels Willen, das Kloster „Berenscheydt“ soll aufgelöst werden. Dort herrscht helle Aufregung. Das Bistum hat die Auflösung verfügt, die Nonnen sollen auf andere Klöster aufgeteilt werden. Zu allem Übel kommt noch hinzu, dass der hinterhältige Bürgermeister den Nonnen hinter ihrem Rücken die Pacht für ihre Ländereien, die er anderweitig verkaufen will, aufkündigt. Kann hier der alte Klostergeist Heribert vielleicht das Blatt noch wenden?

Mit dem Dreiakter „Heribert, der Klosterfraunarzissengeist“ aus der Feder von Beate Irmisch hat die Theatergilde vom „Berschender Allerlei“ nahtlos an die Erfolgsgeschichten ihrer Lustspielaufführungen angeknüpft. Die Premierengäste am Freitagabend in der Bannberscheider Bauernstube haben es hautnah erfahren: Das war wieder ein Frontalangriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer. In dem Stück ziehen über Kloster Berenscheydt dunkle Wolken auf. Ohne Wissen des Bistums haben die drei Nonnen Gottfrieda, Pankrazia und Appolonia heimlich eine alte, natürlich verbotene Tradition eingeführt und aus der Not eine Tugend gemacht. In den Klostermauern wird munter Schnaps gebrannt und auch Wein gekeltert. Diese Untugend bleibt nicht lange unentdeckt, und das Bistum entsendet Domkapitular Hansemann, der dem unchristlichen Gelage ein Ende bereiten soll. Gemeinsam mit zwei Kaufinteressenten trifft er im Kloster Berenscheydt ein, um schnellstens den Verkauf in trockene Tücher zu bringen.

Nur haben die Herrschaften die Rechnung ohne die handfesten Nonnen gemacht, und auch Heribert, der Klostergeist, lässt nicht lange auf sich warten. Auf den Bühnenbrettern, auf denen das Berschender-Allerlei-Schauspielerteam noch für ein paar weitere Aufführungstage seine Spielleidenschaft mit Begeisterung auslebt, geht es in der Tat handfest zu. Da sind zunächst die resoluten Nonnen in Person von Sara Zollmann, Andrea Bachmeier und Birgit Frink, die sich gar nicht gerne in die Suppe, will heißen in den Klosterfraunarzissengeist, spucken lassen wollen. Pastor Moritz (Christoph Frink), Karlchen, das Mädchen für alles (Hans Bachmeier), und die Kräuterfrau Babett (Hildegard Willershausen), sind ebenfalls nicht davon begeistert, dass das Kloster seine letzten Tage gesehen haben soll.

Gut, dass sie den Klostergeist Heribert (Sebastian Schorr) auf ihrer Seite haben. Der Domkapitular Hansemann (André Marchand), die beiden Kaufinteressenten (Jacqueline Stoll und Chantal-Sophie Eidt) und nicht zuletzt Bürgermeister Dünkel (Rico Zein), der am Ende noch Zoff mit seiner Alten (Sabine Breuer) kriegt, verfolgen da ganz andere Ziele. Die Premierengäste, die sich am Freitag den Angriff auf die Lachmuskeln nur zu gern gefallen ließen, wissen, ob der Klostergeist Heribert helfen konnte. Das Publikum der weiteren Aufführungen darf gespannt sein.

Bloß: Werbung für die übrigen Vorstellungen muss an dieser Stelle nicht mehr gemacht werden, denn sämtliche Aufführungen, auch die in Heiligenroth, sind ausverkauft, und auch die Warteliste hat eine beträchtliche Länge. Die Fans vom „Berschender Allerlei“ wissen eben, was in Sachen Lustspiel gut ist.

Von unserem Mitarbeiter Hans-Peter Metternich

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