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    Westerwaldkreis

    Die Jagd nach günstigem Heizöl ist in vollem Gange

    Der niedrige Ölpreis entlastet derzeit die Geldbörsen der Verbraucher. Stand der Preis pro Liter Heizöl in der ersten Hälfte 2015 im Schnitt bei 65 Cent, bekommt der Käufer den Liter aktuell im Kreis bereits für 47 Cent.

    Von unserer Mitarbeiterin
    Natalie Simon

    Der kurze Wintereinbruch im Januar ließ die Heizanlagen in der Region zum ersten Mal in diesem Winter auf Hochtouren laufen. Und so mancher Hausbesitzer schaute erschrocken in seinen Keller und stellt fest: Der Heizöltank ist fast leer. Doch mit dem Anruf beim örtlichen Heizölhändler kommt in diesem Tagen die Ernüchterung. Denn „Die Lieferung kann bis zu vier bis sechs Wochen dauern. Wartezeiten für Kunden, die dringend Heizöl benötigen, gibt es aber nicht“, sagt Thomas Bellersheim, Geschäftsführer der H. & R. Bellersheim GmbH. Die Firma C.W. Schneider aus Selters setzt zu Spitzenzeiten ein zusätzliches Fahrzeug ein, weshalb die Lieferzeit trotz der momentan hohen Nachfrage nur zehn bis zwölf Tage beträgt.

    Der Ölpreis richtet sich – anders als der Benzinpreis, der stark vom Wettbewerb unter den Tankstellen getrieben wird – fast ausschließlich nach dem Preis an der Börse. Und dort erlebt das schwarze Gold nach einem kräftigen Preisrutsch im Sommer einen kontinuierlichen Preisverfall. Deshalb beobachten Bellersheim wie auch Christian Schneider von C.W. Schneider, dass Kunden jetzt trotz fast voller Tanks noch mal bis zum Rand auffüllen, um den günstigen Preis mitzunehmen.

    „Bedingt durch den Preisverfall haben wir seit Ende November volle Auftragsbücher. Viele Kunden füllen ein zweites oder drittes Mal auf“, erklärt Schneider. „Da die Tankanlagen unserer Kunden recht gut gefüllt sind, kam es auch kaum zu Leerständen, bei denen die Heizung ausfiel.“ Als weiteren Effekt der derzeit niedrigen Preise hat Thomas Bellersheim beobachtet, dass viele Ölheizungsbesitzer die bestehenden Förderangebote nutzen und ihre alten Heizungsanlagen austauschen.

    Die Nachfrage nach Heizöl hat sich schon lange generell verändert. Seit Jahren nehmen die lokalen Händler wie auch die deutschlandweit agierenden Anbieter wahr, dass die Kunden dabei immer weniger dem üblichen Jahresrhythmus folgen. Noch bis vor einigen Jahren füllten sie ihre Tanks immer kurz vor der Heizperiode auf, heute schauen die Kunden ins Internet und in die Medien, beobachten auf lange Sicht die Entwicklung, um sich zum günstigsten Zeitpunkt einzudecken. Da rücken die Tanklastwagen auch antizyklisch im Sommer aus, um für den Winter vorzusorgen. Für den Handel habe diese Entwicklung zwei Nachteile, wie Christian Schneider erläutert: Einerseits käme es dadurch immer öfter zu extremen Nachfrageschüben, andererseits würden aber auch Zeiten ohne Aufträge häufiger.

    Für die Händler bedeutet der Preisverfall beim Heizöl in erster Linie weniger Risiko, da pro Partie deutlich weniger Geld vorfinanziert werden muss. Heißt im Klartext also: weniger Forderungsausfälle. Von der Ertragsseite gesehen sei es unerheblich, ob das Heizöl 40 oder 80 Cent koste, weil die Marge ja fest und somit preisunabhängig sei, erklärt der Geschäftsführer von C.W. Schneider in Selters, Christian Schneider und Thomas Bellersheim konkretisiert: „Weil die Preiskalkulation immer vom Einkaufspreis ausgeht, spielt der Preisverfall für uns Händler keine bedeutende Rolle.“

    Wie sein Selterser Kollege geht auch der Geschäftsführer der H. & R. Bellersheim GmbH aufgrund des Überangebotes auf dem Markt generell von einem moderaten Ölpreis in den kommenden Jahren aus. Und Christian Schneider sieht auch einen anderen positiven Effekt der niedrigen Ölpreise: „Es ist natürlich schön, dass sich die Kunden freuen, anstatt, wie in den vergangenen Jahren, über die hohen Preise zu schimpfen.“

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