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Heimbach-Weis

Veilchendienstagszug in Heimbach-Weis: SWR sicher, "dass wir Brauchtum wirklich abbilden"

Der Südwestrundfunk (SWR) wird den Veilchendienstagszug aus Heimbach-Weis nicht (mehr) live übertragen. Das steht fest. Über die Gründe gibt es allerdings unterschiedliche Meinungen.

Der SWR hat in der Vergangenheit den Heimbach-Weiser Veilchendienstagszug live übertragen und dabei laut dem zuständigen Abteilungsleiter „das Brauchtum wirklich abgebildet“. „Wir sind nicht arrogant aufgetreten“, ist Christian Hoch überzeugt.
Der SWR hat in der Vergangenheit den Heimbach-Weiser Veilchendienstagszug live übertragen und dabei laut dem zuständigen Abteilungsleiter „das Brauchtum wirklich abgebildet“. „Wir sind nicht arrogant aufgetreten“, ist Christian Hoch überzeugt.
Foto: Jörg Niebergall (Archiv)

Michael Bleidt hatte als Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft Heimbach im Gespräch mit der RZ berichtet, dass die Karnevalisten dem Sender indirekt abgesagt haben. Der SWR habe den Zugverlauf zu stark beeinflusst, die Mitglieder hätten protestiert. „Wir werden das Brauchtum nicht fernsehtauglich anpassen“, lautete seine zentrale Aussage (die RZ berichtete).

Daraufhin hat sich jetzt auch der SWR zu Wort gemeldet. Ähnlich wie Bleidt ist Christian Hoch bemüht, keinen großen Streit vom Zaun zu brechen. „Es gab nie einen Dissens und deshalb will ich auch kein Öl ins Feuer gießen“, sagt der zuständige Abteilungsleiter für „Regionale Unterhaltung“. Er wolle dennoch festhalten, „dass wir Brauchtum wirklich abbilden“. Und gerade davon gebe es nicht mehr so viele, ergänzt er und verweist darauf, dass bei den Übertragungen immer örtliche Experten eingebunden worden sind – „in Heimbach-Weis sogar zwei, weil wir um die Besonderheit wissen“ – und Einspieler separat gedreht worden seien.

Wie er ausführt, habe sich der SWR in diesem Jahr für eine Übertragung des Rosenmontagszuges aus Koblenz entschieden. Das sei aber keine Entscheidung gegen Heimbach-Weis gewesen. Der von Bleidt als Anfrage verstandene „Rechercheanruf“ im Sommer sei dagegen lediglich aus Gründen der langfristigen Planung erfolgt.

„Unser Mitarbeiter hat da auch nichts herausgehört“, sagt Hoch und unterstreicht: „Wir haben Verständnis, wenn ein Verein sagt, dass es ihm zu viel Aufwand ist“. Denn natürlich brauche ein Fernsehsender gewissen Voraussetzungen. „Unsere Eingriffe waren aber nur die unterste Stufe dessen, was für eine Liveübertragung notwendig ist“, betont er. „Deshalb ärgert es uns, wenn der Eindruck entsteht, dass wir überheblich gewesen wären, Bedingungen gestellt oder den Zug verändert hätten.

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