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    Puderbach

    Unterwegs im Bürgerbus: Projekt startet gut

    Das Angebot ist begehrt: Wenn die freiwilligen Helfer des Puderbacher Bürgerfahrdienstes jeden Montag und Mittwoch pünktlich um 14.30 Uhr die Telefonleitung freischalten, klingelt es meist schon innerhalb von Sekunden. Seit gut vier Wochen läuft das Projekt nun schon in der Verbandsgemeinde Puderbach und die erste Bilanz fällt positiv aus: Koordinatoren, Helfer und Nutzer ziehen ein durchweg gutes, erstes Fazit. Mittlerweile hat der Puderbacher Bürgerbus längst die ersten Stammnutzer und neue Fahrgäste kommen stetig dazu.

    Die Verbandsgemeinde Puderbach ist landesweit die 45. Kommune, die sich an dem vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium unterstützten Projekt Bürgerbus beteiligt. Das Prinzip dahinter ist einfach: Die VG-Verwaltung hat einen Van aus dem eigenen Fahrzeugpool zur Verfügung gestellt, den ehrenamtliche Helfer jeden Dienstag und Donnerstag in zwei Schichten zwischen 8 und 17 Uhr für den Fahrdienst nutzen. Die Fahrgäste melden ihre Fahrten einen Tag zuvor telefonisch an und werden dann zum vereinbarten Termin Zuhause abgeholt und auch wieder dorthin zurückgebracht. "Wir wollen damit gerade älteren Menschen, die noch selbstbestimmt in unseren Gemeinden leben, den Weg zum Einkaufen, zum Arzt oder zu zentralen Orten erleichtern", beschreibt Bürgermeister Volker Mendel den Hintergrund. Was für eine große Hilfe das Angebot darstellt, bestätigen auch die Nutzer: Ottilie Hoeft zählt zu den Fahrgästen der ersten Stunde, seit dem Start des Bürgerfahrdienstes am 27. September hat die Urbacherin den Service an jedem Fahrtag in Anspruch genommen, um zu ihrem Mann im Puderbacher Seniorenzentrum Mühlenau zu kommen. "Das ist für mich Gold wert", resümiert sie zufrieden. Früher hat die berufstätige Tochter die Mutter gefahren, so oft es ging, "aber manchmal bin ich die fünf Kilometer bis Puderbach auch zu Fuß gegangen, denn eine passende Busverbindung gibt es nicht", erinnert sich die 77-Jährige. Diese Sorge hat sie nun an zwei Tagen in der Woche nicht mehr: "Die Fahrer sind immer pünktlich und nett und jeder, mit dem ich gesprochen habe, findet das Angebot gut."

    Auch die Statistik bestätigt diesen Eindruck: In den ersten vier Wochen haben die Puderbacher Helfer 73 Fahrten mit 51 Fahrgästen unternommen. Im Schnitt sind die Fahrer 70 bis 80 Kilometer pro Fahrschicht unterwegs, mitunter legen sie aber auch deutlich über 100 Kilometer zurück. Zu den beliebtesten Zielen zählen die Einkaufsmärkte und das Seniorenzentrum Mühlenau, aber auch etliche Arzt- und Krankengymnastikpraxen hat der Bürgerbus inzwischen angesteuert. "Bis jetzt hat alles super funktioniert", lobt Erwin Hoffmann, der das 20-köpfige Team koordiniert. "Die Nutzer haben gemerkt, dass es klappt, und die Arbeit im Team hat sich gut eingependelt." Kleinere Probleme wie das Fehlen einer Transportbox im Bus oder bessere Absprachen beim Tanken waren beim ersten Bilanztreffen der Helfer schnell geklärt. Bisher berichten auch die 16 Fahrer und vier Telefonisten von durchweg positiven Erfahrungen. Lediglich ein Wunsch der Fahrgäste wird vorerst offenbleiben: Einen dritten Fahrtag planen die Puderbacher in naher Zukunft nicht. Angela Göbler

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