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    "Team Black White": Junge Leute gegen Rassismus

    Akim Ismael und Pascal Zimmer spielen zusammen Fußball. Immer wieder mussten sich die beiden "schwarz-weißen Freunde", wie sie sich selber nennen, mit Anfeindungen wegen Akims Hautfarbe auseinandersetzen. Bei einer Zugfahrt ist dann die Idee für das "Team Black White" entstanden.

    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).  Foto: Team Black White
    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).
    Foto: Team Black White

    Von unserer Redakteurin Nina Borowski

    "Wir haben gemerkt, dass in Neuwied nichts gegen Rassismus gemacht wird. Dass es ein Thema ist, das aber nicht thematisiert wird", berichten die beiden Neuwieder im Gespräch mit der RZ. Sie haben im Freundeskreis nach Mitstreitern gesucht. "Ich arbeite mit ausländischen Freunden zusammen und habe das Gefühl, dass die manchmal anders behandelt werden.

    Von der Idee von Pascal und Akim war ich direkt begeistert", sagt der Bendorfer Max Becker, der auch zum Team gehört. Ähnlich ging es auch Melina Weidenbach. Die 16-jährige Andernacherin hat Anfeindungen an ihrer Schule schon erlebt: "Das Thema geht trotzdem irgendwie unter."

    Die vier haben sich zusammengesetzt und sich erst mal informiert, was es bereits für Seiten oder Gruppen gibt. Schnell haben sie dann den Entschluss gefasst, eine Facebookseite ins Leben zu rufen. Neben Informationen rund um das Thema verbreiten die Jugendlichen dort hauptsächlich Fotos. Die Aufnahmen sind alle schwarz-weiß. "Bilder berühren mehr als Text", sagt Pascal Zimmer. Neben der Facebookseite gibt es auch einen Account bei der Fotoplattform Instagram. "Wir wollen, dass sich die Leute selbst einbringen können. Wir laden neben eigenen Fotos dort auch die hoch, die wir zugeschickt bekommen, damit die Leute sehen, sie sind ein Teil davon", sagt der 19-Jährige.

    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).  Foto: Team Black White
    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).
    Foto: Team Black White

    Seit knapp einer Woche ist die Seite der Jugendlichen nun in den sozialen Netzwerken online und hat bereits großen Zuspruch in Form von "Likes" bekommen. "Damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind selbst total überrascht", sagt Pascal Zimmer und betont: "Es geht uns aber nicht darum, möglichst viele Likes zu bekommen. Wir wollen zuerst mal informieren." Die Vier haben sich bewusst die sozialen Netzwerke als Verbreitungskanal ausgesucht: "Dazu kann jeder leicht Zugang bekommen. Und auf Schulhöfen zum Beispiel wird nicht gesagt 'das habe ich in den Nachrichten gehört', sondern 'das habe ich bei Facebook gelesen'", sagt Max Becker.

    Noch steckt das Team ganz am Anfang seiner Arbeit, doch die Vier haben sich bereits einige Meilensteine gesteckt. "Wir wollen am Tag zwei bis drei Beiträge veröffentlichen. Im Sommer würden wir gern T-Shirts mit unserem Logo drucken. Langfristig können wir uns auch vorstellen Informationsveranstaltungen an Schulen zu machen", erläutert Pascal Zimmer. "Denn an Grundschulen fängt es oft schon an", ergänzt Melina Weidenbach. Für die Zukunft wünscht sich das Team prominente Unterstützung: "Dann können wir noch mehr Leute erreichen", sind sie sicher. Die vielen positiven Rückmeldungen der ersten Tage freuen die Jugendlichen besonders, denn ihr Projekt betreuen sie neben der Schule oder der Ausbildung. "Wenn wir solche Rückmeldungen bekommen, hängt man gern abends noch mal ein paar Stunden dran", sagt Akim Ismael.

    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).  Foto: Team Black White
    Zwei Neuwieder, ein Bendorfer und eine Andernacherin haben das "Team Black White" ins Leben gerufen und setzen sich gegen Rassismus ein. Sie arbeiten vor allem mit Symbolbildern (rechts).
    Foto: Team Black White

    „Lasst uns 2015 eine Community der neuen Generation sein bei denen es keine Differenzen zwischen Nationalität und Hautfarbe gibt“ heißt es auf der Facebookseite vom Team Black White. Die Botschaft ist eindeutig. Fotos gibt es dort und im Fotodienst Instagram. Dort kann jeder mitmachen. Die Gruppe nutzt für ihre Beiträge den Hashtag #tbw und #tbw62.

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