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Kreis Neuwied

Sexuelle Übergriffe bei Sportreitturnieren: Ermittlung gegen Nachwuchsreiter aus dem Kreis Neuwied eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat das Ermittlungsverfahren gegen den 20-jährigen Nachwuchsreiter aus dem Kreis Neuwied eingestellt. Der Anfangsverdacht, der junge Mann könnte bei Sportreitveranstaltungen an sexuellen Übergriffen auf zuvor mit Alkohol oder K.-o.-Tropfen gefügig gemachten Mädchen beteiligt gewesen sein, ließ sich laut Leitendem Oberstaatsanwalt Harald Kruse nicht erhärten. Das geht aus einer am Donnerstag von der Koblenzer Behörde veröffentlichten Pressemitteilung hervor.

Die Staatsanwaltschaft ist der Frage nachgegangen, ob junge Reitsportler bei Turnieren Mädchen etwa mit K.-o.-Tropfen gefügig gemacht haben. Der Verdacht gegen einen jungen Mann aus dem Kreis hat sich nicht erhärtet. Foto: dpa
Die Staatsanwaltschaft ist der Frage nachgegangen, ob junge Reitsportler bei Turnieren Mädchen etwa mit K.-o.-Tropfen gefügig gemacht haben. Der Verdacht gegen einen jungen Mann aus dem Kreis hat sich nicht erhärtet.
Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft Essen hatte die Ermittlungen angestoßen, nachdem ein Zeuge berichtete, dass er von einem weiteren Zeugen erfahren habe, dass der junge Mann aus dem Kreis möglicherweise einer derjenigen sei, die sich während reiterlicher Sportveranstaltungen gefügig gemachten Mädchen im Alter von 14 Jahren und älter in teils strafbarer Form sexuell genähert haben sollen. Dass es derlei strafrechtliche Vorfälle bei Reitturnieren gegeben haben soll, hatte die Deutsche Reiterliche Vereinigung im Zuge der Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ eingeräumt. Eine Nachwuchsreiterin aus Rheinland-Pfalz hat dabei einschlägige Vorwürfe geäußert, offenbar ohne Personen zu nennen.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz fühlte jetzt dem vermeintlichen Zeugen für das unmittelbare Geschehen auf den Zahn. Der habe jedoch die Beteiligung des Nachwuchsreiters aus dem Kreis Neuwied nicht bestätigt, so Oberstaatsanwalt Harald Kruse. Mehr noch: Der Zeuge habe einen Teil der ihm zugeschriebenen Äußerungen bestritten. Zudem wisse er nicht aus eigener Anschauung, ob, wie und durch wen es bei den Sportveranstaltungen zu sexuellen Handlungen gekommen sei und ob diese freiwillig erfolgt seien. Ihm seien zu alledem lediglich Gerüchte zu Ohren gekommen. Deren Urheber könne er namentlich nicht benennen, weil er sich nicht mehr daran erinnere, heißt es weiter.

Die Staatsanwaltschaft führt dazu aus: „Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen mindestens 14 Jahre alten Personen sind grundsätzlich nicht strafbar, sofern wie im vorliegenden Fall keine gesicherten Anhaltspunkte für das Ausnutzen einer erheblich eingeschränkten oder aufgehobenen Willens- oder Äußerungsfähigkeit gegeben sind.“ Weil die Ermittlungen auch sonst kein strafrechtliches Verhalten des Beschuldigten zutage führten, war das Verfahren mangels hinreichenden Tatverdachts einzustellen, sagt Harald Kruse. rgr

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