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Kreis Neuwied

Schlägereien und betrunkene Jugendliche: Polizei Neuwied zieht Karnevalsbilanz

Wenn Frohsinn und Heiterkeit die beiden Hauptmerkmale des Karnevals sind, dann sind Schlägereien und betrunkene Jugendliche die negativen Begleiterscheinungen. Polizei und Jugendamt haben am Aschermittwoch Bilanz der "tollen Tage" gezogen. Immerhin gibt es in punkto "Alkohol und Jugendliche" dabei ein relativ erfreuliches Fazit.

Glücklicherweise in diesem Jahr ein selteneres Bild: trinkende Jugendliche während der Karnevalstage.
Glücklicherweise in diesem Jahr ein selteneres Bild: trinkende Jugendliche während der Karnevalstage.
Foto: Dorothea Müth

Kreis Neuwied – Wenn Frohsinn und Heiterkeit die beiden Hauptmerkmale des Karnevals sind, dann sind Schlägereien und betrunkene Jugendliche die negativen Begleiterscheinungen. Polizei und Jugendamt haben am Aschermittwoch Bilanz der "tollen Tage" gezogen. Immerhin gibt es in punkto "Alkohol und Jugendliche"  dabei ein relativ erfreuliches Fazit.

Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

„Das Ergebnis fiel positiver aus als erwartet“, fasst Neuwieds Jugendschutzbeauftragter Horst-Peter Robiller zusammen. Insgesamt wurden weniger alkoholische Getränke sichergestellt und weniger alkoholisierte Minderjährige auffällig.
Laut Kreis-Polizei-Pressesprecher Hans-Werner Casper sind 38 Kinder und Jugendliche unter Alkoholeinfluss registriert worden. So fiel zum Beispiel bei einer Sachbeschädigung in Unkel ein 16-Jähriger auf, der neun Fläschchen unterschiedlicher Liköre als Karnevalsproviant mitführte. Trotz lautstarkem Protest stellten die Beamten die Spirituosen sicher und vernichteten sie mit Einverständnis der kontaktierten Eltern. In der Karnevalsbilanz der Polizeiwache der Stadt Neuwied sind elf Fälle aufgelistet, in denen bei Minderjährigen Spirituosen sichergestellt wurden. Eine Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass laut Robiller mehr Unter-18-Jährige mit Zigaretten erwischt wurden.
Weitet man den Fokus vom Jugendbereich auf die „tollen Tage“ insgesamt aus, fällt das Fazit der Polizei ähnlich wie in den vergangenen Jahren aus. Allein im Bereich der Neuwieder Stadtwache mussten 94 zusätzliche Polizeikräfte bei Umzügen und anderen närrischen Veranstaltungen eingesetzt werden. Die Beamten schrieben dabei 31 Strafanzeigen wegen sogenannter Aggressionsdelikte (Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und ähnlichem), stellten 78 Identitäten fest, nahmen 22 Durchsuchungen vor und mussten zwei Widerspenstige über Nacht in Polizeigewahrsam nehmen. Im gesamten Kreis registrierten die Ordnungshüter 18 Schlägereien, bei denen sich die Beteiligten mit Backpfeifen oder Fausthieben attackierten. In zwei Fällen wurde auch ein Tritt ins Gesicht angezeigt. Schwere Verletzungen, die Krankenhausbehandlung erforderlich machten, sind der Polizei allerdings nicht bekannt geworden.
Außerdem sprachen sie 107 Platzverweise aus. Dafür ist aber vor allem ein Fall verantwortlich, bei dem sich circa 100 junge Menschen im Zusammenhang mit einer Karnevalsfeier auf einem nahen Grundschulgelände aufgehalten und dieses mit zerbrochenen Gläsern und Flaschen verunreinigt hatten. Der Partyveranstalter hat zugesagt, die Reinigung zu übernehmen.
Wie Kreis-Polizei-Pressesprecher Hans-Werner Casper sagt, verlief das Einsatzaufkommen in der Weiberfastnacht im Bereich der Stadt Neuwied dagegen ruhig, während die Beamten aus Linz fünfmal und aus Straßenhaus viermal ausrücken mussten.

 

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