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    Runder Tisch in Bad Hönningen: Bürger im Rheintal fühlen sich vom Bahnlärm terrorisiert

    Bad Hönningen – Es ist der reinste Terror, wenn Hunderte Male pro Tag Güterzüge in unmittelbarer Sofanähe durch das Rheintal rattern. Auch nachts. Viele Bürger entlang der Bahntrasse sind regelrecht verzweifelt. Ihre Häuser haben an Wert verloren, sind häufig unverkäuflich. Auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben sich betroffene Anwohner und Bürgermeister der Region mit Dr. Georg Speck vom Innenministerium, Udo Wagner von der Deutschen Bahn AG und Lärmspezialist Bernhard Koch von der DB Netz AG zum ersten runden Tisch zum Thema „Bahnlärm“ im Bad Hönninger Rathaus getroffen. Das Fazit brachte Koch gleich zu Beginn, in dem er die technischen Möglichkeiten der Lärmreduzierung beleuchtete, auf den Punkt: „Es ist keine Superlösung in Sicht.“

    Außerdem scheint der Lärmschutz vor allem eine Geldfrage zu sein. Hier führte Wagner das EU-Recht ins Feld. „Wir brauchen eine einheitliche europaweite Regelung“, forderte er. Denn selbst wenn die Bahn ihre 85 000 Waggons leiser mache, wären die ausländischen Güterzüge immer noch laut, auch die der privaten deutschen Betreiber. EU-Recht verhindere auch, dass der Bund die Umrüstung auf leisere Bremssysteme fördere. Hieße: Die Bahn würde ja gerne, darf aber nicht, und es gibt auch keinen Sinn. Aber: Das geplante Trassenpreissystem, das den Einsatz leiser Güterzüge belohnt, würde etwas bringen.
    Den Bürgern war das zu vage. „Wo bleibt unser Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Wir sind dem hilflos ausgeliefert. Das macht den Lärm noch unerträglicher“, schimpfte eine Betroffene. Niemand könne nachvollziehen, warum es nicht möglich sein sollte, zu laute Güterwagen – auch aus dem Ausland – gar ich erst durch Deutschland fahren zu lassen. Bätzing-Lichtenthäler forderte alle auf, sich weiter gegen Bahnlärm zu engagieren und versprach: „Wir bleiben dran.“

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