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Kleinmaischeid

Prunksitzung: Mäschder Narren feiern auch ohne Regent wie jeck

„Steh auf, mach laut!“ Zu dieser musikalischen Aufforderung gab es am Samstagabend im Kleinmaischeider Bürgerhaus keine Alternative. Knapp nach dem Jahreswechsel haben wieder die Narren das Zepter in der Gemeinde übernommen, und sie stürmten zur ersten Prunksitzung der Session mit der KG Rot-Weiß den Saal mit Getöse. Zwar haben die Wikinger um Prinzessin Tanja inzwischen die Ruder eingezogen, und eine neue Tollität hat sich nicht gezeigt, aber das hat die Kleinmaischeider Narren noch nie gestört: Sitzungspräsident Martin Schmidt und sein Elferrat hatten das Jeckenmeer im prallvollen Bürgerhaus auch so im Griff und feierten mit den schunkelerprobten Kleinmaischeidern bis in die Nacht.

Die Tanzgarden der Rot-Weißen legten so manche heiße Sohle auf das Parkett. Hier bilden sie den farbenfrohen und fröhlichen Hintergrund für den singenden Sitzungspräsidenten Martin Schmidt. Foto: Angela Göbler
Die Tanzgarden der Rot-Weißen legten so manche heiße Sohle auf das Parkett. Hier bilden sie den farbenfrohen und fröhlichen Hintergrund für den singenden Sitzungspräsidenten Martin Schmidt.
Foto: Angela Göbler

Keine teuer eingekauften Gaststars, keine Lückenfüller von außen, aber dennoch ein prall gefülltes Programm: Die rot-weißen Kleinmaischeider sind stolz darauf, seit Jahren ihre Sitzung nur mit den Stars aus den eigenen Reihen bestreiten zu können. Ob fliegende Funkenbeinchen oder freche Sprüche in der Bütt, ein tanzender Elferrat und ein singender Sitzungspräsident – für halbe Sachen haben die Mäschder in dieser kurzen Session keine Zeit. Im Konfettiregen enterten Elferrat und Garden Saal und Bühne, heiß erwartet von rund 300 feierfreudigen Jecken an den voll besetzten Tischen.

Den Eisbrecher machten wie immer die Tanzgarden der Rot-Weißen. In diesem Jahr sogar wörtlich, hüpften die Minis doch in glitzerblauen „Frozen“-Kostümen über die Bühnenbretter und lieferten damit laut Sitzungspräsident Schmidt „das Süßeste, was eine Prunksitzung bieten kann“. Aber auch die Kindergarde, die Junioren und die Große Garde ließen sich nicht lumpen und präsentierten ihr Können einem begeisterten Narrenvolk. Der Elferrat setzte da auf den Wilden Westen, um per Squaredance sein Bühnenrevier zu markieren, während die Klosterbrüder, wie schon seit Jahren, verhüllt in der Narrhalla Einzug hielten und für Lachsalven sorgten.

Klar, dass auch in der Bütt ausgeteilt wurde: Sigrid Wendt hat seit 1979 keine Prunksitzung ausgelassen und zog die Prominenz des Ortes durch den Karnevalskakao. Annegret Kabelitz, die „Isenburger Klatschtante“, war dagegen in diesem Jahr neu auf der Mäschder Bühne, und kannte ebenfalls keine Gnade mit der Männerwelt, während „das doppelte Birgit“, bestehend aus Birgit Fuß und Birgit Flammersfeld, auf der Suche war nach dem „Big Spender“, inklusive Schlüpferblitzer und angeregtem Hüftschwung. Veronika Rockenfeller als alleinerziehende Tina mit ihrem „Huddel mit de Pänz“ und Philipp Rasbach als „Detlef mit dem weichen D“ komplettierten die Büttenriege zur Freude der gut gelaunten Jecken, die es auch zu später Stunde kaum noch auf den Sitzen hielt.

Die fünfte Jahreszeit hat nun endgültig in Mäschd begonnen: Ja, die Session ist kurz, aber das verdirbt den Kleinmaischeidern nicht den Spaß. Im Gegenteil: Sie wollen die tollen Tage erst recht genießen.

Von unserer Mitarbeiterin Angela Göbler

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