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    Neuwied: Stadtteil Fahr erhält neues Gesicht

    In Fahr bewegt sich einiges: Inzwischen ist das sogenannte grüne Haus in der Fahrer Straße verschwunden. Der Keller des ehemaligen einsturzgefährdeten Wohnhauses wird derzeit verfüllt, der Platz eingeebnet. Damit erhält der kleine Teil des Stadtteils Feldkirchen zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen zentralen Platz, auf dem sich nach den Wünschen des Bürgervereins Fahr die Dorfgemeinschaft treffen soll.

    Der Bagger verteilt gerade den Kies auf dem neu entstandenen Platz in der Ortsmitte. An der unteren Mühle (links im Bild) kann man wegen des Farbunterschieds schon sehr gut sehen, wo die Zimmerleute die maroden Balken durch neue Eichenbalken ersetzt haben. Foto: Andrea Fehr
    Der Bagger verteilt gerade den Kies auf dem neu entstandenen Platz in der Ortsmitte. An der unteren Mühle (links im Bild) kann man wegen des Farbunterschieds schon sehr gut sehen, wo die Zimmerleute die maroden Balken durch neue Eichenbalken ersetzt haben.
    Foto: Andrea Fehr

    Von unserer Mitarbeiterin Andrea Fehr

    Feldkirchen – In Fahr bewegt sich einiges: Inzwischen ist das sogenannte grüne Haus in der Fahrer Straße verschwunden. Der Keller des ehemaligen einsturzgefährdeten Wohnhauses wird derzeit verfüllt, der Platz eingeebnet. Damit erhält der kleine Teil des Stadtteils Feldkirchen zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen zentralen Platz, auf dem sich nach den Wünschen des Bürgervereins Fahr die Dorfgemeinschaft treffen soll. In der daneben liegenden unteren Mühle mit dem Backesmännchen sollen später dann ein Heimatmuseum und eine Begegnungsstätte für die Fahrer Bürger einziehen.

    Der Abriss des grünen Hauses war eine Herkulesaufgabe. Je weiter sich die Fachleute für den Abbruch in das marode Mauerwerk hineinwagten, desto augenfälliger wurde die Notwendigkeit zum Handeln. Das Erdgeschoss und die mittlere Etage konnten schon vor Beginn der Arbeiten wegen akuter Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden. Die Entkernung der oberen Stockwerke und das Abtragen des Dachstuhles waren aus Sicherheitsgründen nur über ein außen aufgestelltes Gerüst möglich. Die Böden verdienten diesen Namen nicht mehr: Die tragenden Balken waren durchgefault, das Linoleum gaukelte eine feste Oberfläche vor. Deutlich sichtbar wurde dies an den Stellen, an denen Teile des Mauerwerks bei Abbrucharbeiten auf den Boden stürzten und die Bodenbeläge wie Papier durchschlugen.

    Die größte Sorge des Bürgervereins Fahr war in dieser heiklen Phase, dass das Haus instabil wird und unkontrolliert in sich zusammenbricht. Denn dadurch wäre das angrenzende denkmalgeschützte Backesmännchenhaus in Mitleidenschaft gezogen worden.

    Parallel zur Vorbereitung des Abbruchs nahmen Experten in Absprache mit dem Denkmalschutz Sicherungsmaßnahmen am Backesmännchenhaus vor. Mit eingezogenen Trägern und Stützen wurde verhindert, dass sich Erschütterungen auf das historische Bauwerk übertragen. Außerdem hat der Bürgerverein mit den Experten die ersten Schritte zur Sanierung des Fachwerks besprochen: Schon im Laufe der nächsten Wochen sollen die ersten Balken durch neue Eichenbalken ersetzt werden, um das alte Gebäude weiter zu stabilisieren. Beim Entrümpeln des Fachwerkhauses fand sich für den Bürgerverein so manche Überraschung. Das als untere Mühle errichtete Gebäude verfügt über eine Zisterne. Im Gewölbekeller fanden sich Fragmente der einstigen Mühleneinrichtung. Wieder sichtbar wurde auch ein auf alten Skizzen erkennbarer Hauseingang mit Resten einer Treppe. Hier soll im Zuge der Sanierung ein neuer Zugang zum Keller geschaffen werden.

    Bei der Ortsbegehung mit dem Ortsbeirat war Bürgermeister Reiner Kilgen beeindruckt von den Fortschritten des Projektes. Den Abriss und die Sicherungsmaßnahmen am Backesmännchenhaus hatte die Stadt mit Zuschüssen unterstützt. Für weitere Arbeiten am denkmalgeschützten Gebäude wurden seitens des Bürgervereins noch keine Zuschüsse beantragt. Das hängt laut des Vereines damit zusammen, dass erst jetzt ersichtlich wird, welche Summen für die Sanierung des Hauses in die Hand genommen werden müssen.

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