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Buchholz

Neuer Firmensitz eingeweiht: Leguano will in Buchholz weiter wachsen

Sabine Nitsch

Wenn es um gesundes Laufen geht, macht dem ehemaligen Langstreckenläufer Helmuth Ohlhoff niemand etwas vor. Er vertritt die These, dass viele Schmerzen auf unseren Laufstil in Schuhen mit ihrer starren Sohle zurückzuführen sind. Der Mensch kommt schließlich auch ohne Schuhe auf die Welt, dachte er sich. Aus dieser Idee entwickelte Ohlhoff gemeinsam mit seinen Mitgesellschafterinnen Betina Michels und Heidi Hintereck einen Barfußschuh, der den Fuß schützt und trotzdem den natürlichen Bewegungsablauf so wenig wie möglich einschränkt.

Foto: Jörn Neumann

14 Jahre nach Ohlhoffs ersten Experimenten und 9 Jahre nach der Gründung der Leguano GmbH in St. Augustin ist aus dieser Idee ein weltweit agierendes Unternehmen mit 80 Läden in Deutschland, internationalen Vertriebspartnern und einem 8 Millionen Euro teuren Firmensitz, hochgezogen „auf der grünen Wiese“ in Buchholz, geworden. Der wurde am Freitag offiziell eingeweiht – nachdem er zwei Monate früher als ursprünglich geplant fertig wurde. Ohlhoff begrüßte Mitarbeiter, Geschäftspartner und Sportler, die Leguano tragen – darunter Kristin Lang, Tischtennis-Europameisterin im Doppel 2016 – und bedankte sich bei der Gemeinde Buchholz, vertreten durch Ortsbürgermeisterin Margret Wallau. „Vor einem Jahr standen wir hier mit einem Spaten in der Hand. Mit Unterstützung der Gemeinde hatten wir wenige Monate später schon ein bebaubares Grundstück, besten Dank Frau Wallau“, sagte er in einer kurzen Rede.

Dank der Millioneninvestition in Buchholz verfügt Leguano nun über einen Firmensitz, in dem sich Verwaltung und Produktion unter einem Dach befinden, anders als vorher in St. Augustin. Zum Produktionsgebäude mit Locherei und Näherei gehört auch ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem an Neuheiten getüftelt wird. Die Firma kann sich damit schmücken, als einer von ganz wenigen Herstellern in der Textilbranche ausschließlich in Deutschland zu produzieren. Kaufen kann man die Schuhe, die sich nicht wie welche anfühlen sollen mittlerweile auch in Läden unter anderem auf Mallorca, in Tschechien, Polen, Kanada und Singapur.

Bei dieser rasanten Expansion wurde in St. Augustin der Platz knapp. Die Firma war ohnehin auf mehrere Standorte verteilt, weitere geeignete Gewerbeflächen standen nicht zur Verfügung. In Buchholz, im Industriepark Nord, hat Ohlhoff die Rahmenbedingungen gefunden, die sein Unternehmen zukunftsfit machen. Hier steht ausreichend Platz für den expandierenden Barfußschuhhersteller zur Verfügung. Die neuen Geschäftsräume sind Laufe der vergangenen Monate auf rund 14 000 Quadratmetern Grundstücksfläche entstanden sind. Knapp 180 Beschäftigte arbeiten bereits am Standort in Buchholz, und die Belegschaft wird weiter wachsen. „Hier haben wir die Möglichkeit, uns zu erweitern“, sagt der Unternehmensgründer.

Es war aber nicht nur der viele Platz, der Ohlhoff nach Buchholz gelockt hat. „Die Gewerbesteuer ist in Rheinland-Pfalz außerdem deutlich niedriger und wir wurden von der hiesigen Verwaltung sehr zuvorkommend empfangen“, berichtet der Firmenchef.

Leguano stehe unter einem guten Stern, sagte er bei der Einweihung. „Wir hoffen, dass sich das so fortsetzt, sagte er, ehe er die Erfolgsgeschichte für die Besucher noch einmal erzählte. In Buchholz soll sie fortgesetzt werden: „Für nächstes Jahr haben wir uns schon eine ganze Menge vorgenommen“, kündigte der Firmengründer an.

Von Sabine Nitsch und Simone Schwamborn
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