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Linkenbach

Linkenbach: Sprengstoff bei Bauarbeiten gefunden

Hausbauarbeiten haben in Linkenbach am Donnerstagabend ungeahnte Sprengkraft entwickelt. Ein Linkenbacher war auf seinem Grundstück auf Sprengkörper – vermutlich aus dem Ersten Weltkrieg – gestoßen. Unmittelbare Gefahr für die Anwohner habe nicht bestanden, teilte die Einsatzleitung mit. Die Räumungsarbeiten dauerten auch am Freitag noch an.

Foto: Sascha Ditscher

Von unserem Redakteur Robin Brand

Foto: privat

Wie der Grundstücksbesitzer berichtet, sei er am Donnerstagabend bei Baggerarbeiten auf die Sprengkörper gestoßen. "Plötzlich lagen viele Klumpen in der Erde, teilweise in Papier eingewickelt", berichtet der Mann. Das Papier sei mit "Sprengkörper" beschriftet gewesen. Die alarmierte Polizei und der Kampfmittelräumdienst stellten keine Explosionsgefahr fest. Bei den freigelegten Stoffen habe es sich um Trinitrotoluol – besser bekannt als TNT – und Pikrinsäure gehandelt. Diese stammen vermutlich aus dem ersten Weltkrieg. Noch am Abend hatte der Kampfmittelräumdienst den größten Teil des Trinitrotoluols geborgen. Aufgrund der schlechten Wetterlage musste er den Einsatz dann beenden. Über Nacht bewachte die Feuerwehr das Areal. "Alle Anwohner wurden informiert, durften aber in ihren Häusern übernachten", berichtet der Mann, der den Fund gemacht hatte.

Am nächsten Morgen beseitigte der Kampfmittelräumdienst das restliche Trinitrotoluol. Wie die Kreisverwaltung mitteilte, sei es möglich, dass Säure ausgetreten und in das Erdreich gesickert sei. Deshalb wurde eine Spezialfirma beauftragt, die die restlichen Stoffe ausheben und entsorgen sollte. "Das an die Fundstelle angrenzende Erdreich wurde, zusätzlich zu den Maßnahmen am Donnerstagabend, durch Feuerwehrkräfte in Schutzanzügen mit Folie weiträumig abgedeckt. Bis zum kompletten Abtransport der restlichen Stoffe bleibt der Bereich abgesperrt und von der Feuerwehr bewacht", teilte die Einsatzleitung mit. Für die Anwohner bestünde auch weiterhin keine Gefahr. Im Einsatz waren die Feuerwehr Puderbach und die Teileinheit des Gefahrstoffzuges der Feuerwehr Dierdorf so wie die zuständigen Behörden der Kreisverwaltung Neuwied und der Verbandsgemeinde Puderbach. Der Einsatz dauerte bei Redaktionsschluss noch an.

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