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    Kirchendach: Sanierung dringend notwendig

    Mit dem Generieren von Spendengeldern hat die Neuwieder Marktkirchengemeinde bereits einige Erfahrung gesammelt: Vor wenigen Jahren erst bat sie Bürger und Wirtschaft um Unterstützung für die Sanierung ihrer Orgel.

    Foto: dfb

    Von unserem Redakteur Frank Blum

    Mit positivem Ausgang. Nun hofft die Gemeinde um Pfarrer Werner Zupp und dem Presbyterium, dass sich diese Erfolgsgeschichte wiederholen lässt. Allerdings geht es dieses Mal statt um die Orgel gleich ums Ganze, nämlich um das ganze Dach. Und das ist deutlich teurer als die Orgel - nämlich rund 600 000 Euro. Aller Voraussicht nach.

    Dass die Bürger großes Interesse daran haben, einen "Leuchtturm christlichen Glaubens und kulturellen Austauschs" (so Pfarrer Zupp) zu erhalten, machte der große Besucherandrang beim Informationsabend deutlich. Das Gemeindehaus war voll besetzt. Und die Interessierten, darunter zahlreiche Kommunalpolitiker, lauschten vor allem gebannt den Ausführungen des Bendorfer Architekten Peter Schwenkmezger. Der machte deutlich, dass der Dachstuhl und auch das Dach selbst zu marode sind, um es bei bloßen Ausbesserungen zu belassen. Hoher Druck laste auf wichtigen Teilen der Konstruktion. In gelungenen 3-D-Animationen verdeutlichte Schwertmezger das ganze Ausmaß der Schäden und beschrieb, wie umfassend die notwendigen Arbeiten sein werden. Sie werden mehr als eine halbe Million Euro verschlingen. Ein Betrag, den die Gemeinde trotz versprochener Fördermittel nicht allen aufbringen kann. Der Experte berichtete, dass in den Archiven noch sämtliche Unterlagen aus der Bauzeit des Gotteshauses vorliegen. Daraus habe man wichtige Schlüsse ziehen können. Fest steht daher, dass zunächst eine Tragkonstruktion eingebaut werden muss, um das zerstörte Faulholz überhaupt entfernen zu können.

    Ein engagierter Förderkreis, dem unter anderem Brigitte Ursula Scherrer, MdL Fredi Winter und Dr. Hans Georg Jungbluth angehören, rührt schon fleißig die Werbetrommel. Fredi Winter berichtete, dass der Förderkreis von "Euphorie getragen" sei, und er hoffe, dass sich diese Euphorie auf die Bürgerschaft übertrage.

    Erste Spendenzusagen konnte Pfarrer Zupp, der Interessierte vor der Veranstaltung hoch bis in den Dachstuhl geleitet hatte, um ihnen die Schäden zu zeigen, bereits entgegennehmen. "Die Stadt will ihren Beitrag für die Sanierungen leisten", unterstrich Oberbürgermeister Nikolaus Roth, denn immerhin handele es sich bei der Kirche auch um ein Friedenssymbol. Gleiches gelte auch für die Stadtwerke. Auch mit der GSG sollen entsprechende Gespräche geführt werden, denn es sei klar, dass dringender Handlungsbedarf bestehe. Unter dem Strich war es laut Zupp ein gelungener Auftakt, der nun dank zahlreicher Marketingmaßnahmen wie Benefizkonzerten, Kunstausstellungen, Schindelverkauf und Dachpatenschaften weitere Erfolge zeitigen soll. Nach dem Informationsabend unterhielten Mitglieder der ehemaligen Silhouettes, auch sie sind eine kulturelle Neuwieder Institution, die Gäste auf dem Kirchhof mit knackigen Rocksongs. Und die Interessierten hatten dort reichlich Gelegenheit, sich über die Zukunft der Marktkirche auszutauschen, die nicht zuletzt auch vom Engagement der Bürger abhängt.

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