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Kreis Neuwied

Gebühren bleiben stabil: Abfallwirtschaft Neuwied bald ein Unternehmen?

Leicht steigende Einnahmen, große Investitionen wie die in das neue Logistikzentrum im Neuwieder Industriegebiet Distelfeld, und mit der Blauen Tonne wird nun ein weiterer Abfallbereich unter kommunaler Regie über den Zweckverband Rheinische Entsorgungskooperation (REK) eingesammelt. Zudem stehen weitere Schritte hin zur Kommunalisierung auf der Agenda: Das sind trotz des aktuellen Ärgers bei vielen Bürgern wegen des neuen Abfuhrkalenders alles gute Nachrichten für den Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises – und damit auch für die Gebührenzahler an Rhein und Wied. Denn, so betont der zuständige Landrat Achim Hallerbach: „Die Gebühren bleiben auch im Jahr 2018 stabil.“

Ab diesem Jahr werden im Kreis Neuwied auch Papier und Pappe durch den kommunalen Zweckverband REK eingesammelt. Foto: dpa
Ab diesem Jahr werden im Kreis Neuwied auch Papier und Pappe durch den kommunalen Zweckverband REK eingesammelt.
Foto: dpa

Das für Jahresende erwartete Plus im zuvor vom Kreistag einstimmig verabschiedeten Wirtschaftsplan für die Abfallwirtschaft in Höhe von mehr als 500.000 Euro bezeichnet Hallerbach als „sehr gutes Jahresergebnis“. Und eines, mit dem sich der Kreis perspektivisch gut aufstellt. Mit Blick auf die Gebührenstabilität sagt er: „Durch die guten Ergebnisse der vergangenen Jahre verfügen wir über ein Polster für die in den nächsten Jahren auf uns zukommenden Kostensteigerungen und unvorhergesehenen Belastungen.“ Vor allem der geringere Zinsaufwand wird zum besseren Ergebnis führen.

Von einer soliden wirtschaftlichen Basis aus geht die Abfallwirtschaft den Bau des neuen Logistikzentrums an. Laut Hallerbach soll es im Frühjahr losgehen. Der zentralisierte Standort ist Voraussetzung dafür, dass sich neben der Papiersammlung (Blaue Tonne) weitere Potenziale der fortschreitenden Kommunalisierung erschließen lassen. So plant der Kreis, 2019 in die eigene Aufbereitung und Vermarktung von Grünabfällen einzusteigen. Umgesetzt wird dieses Konzept auf dem Gelände der Kreisabfalldeponie Linkenbach. Ferner ist vorgesehen, die Logistikfläche des Wertstoffhofes in Linz zu erweitern. „Für beide Baumaßnahmen nehmen wir 2018 fast 3,8 Millionen Euro in die Hand“, sagt Hallerbach.

Investiert wird auch in innerbetriebliche Transporte der Rest- und Bioabfälle ab 2019. Laut Hallerbach wird dafür der Fuhrpark des Abfallwirtschaftsbetriebes mit etwa 900.000 Euro aufgestockt.

Unter dem Strich sei es allerdings noch erforderlich, auch den rechtlichen Rahmen für die fortschreitende Kommunalisierung zu schaffen. Flexibilität und Gestaltungsspielraum ließen sich nur in neuen Strukturen leben: „Daher denken wir intensiv über die Schaffung eines eigenständigen kommunalen Unternehmens nach“, so Landrat Hallerbach.

Wenn diese wichtigen Pfeiler stehen, sieht er die Abfallwirtschaft modern und zukunftsorientiert aufgestellt. Dann müsse man sich nicht wenigen großen Marktakteuren unterwerfen, sondern könne selber agieren. Hallerbach: „Wie künftig Wertstoffe und Ressourcen genutzt werden, möchten wir gerne selbst steuern.“

Von unserem Redakteur Ralf Grün

Neuwied Linz
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