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Kreis Neuwied

Fußball-WM: Rudelgucken in Biergarten, Eishalle und Hotel

Die großen Fußballturniere sind seit einigen Jahren auch gesellschaftliche Events, bei denen die Menschen in Massen unter freiem Himmel zusammenkommen, um gemeinsam zu schauen und – hoffentlich – zu feiern.

Rudelgucken mit Rheinblickoption: Der Biergarten am Deich ist sicher auch in diesem Jahr Anlaufstelle für viele Fans.  Foto: Jörg Niebergall (Archiv)
Rudelgucken mit Rheinblickoption: Der Biergarten am Deich ist sicher auch in diesem Jahr Anlaufstelle für viele Fans.
Foto: Jörg Niebergall (Archiv)

In der Stadt Neuwied haben die Fußballfans in diesem Jahr wieder mehrere verschiedene Möglichkeiten zum Rudelgucken: Wie bereits seit der EM 2008 in Österreich und der Schweiz hat Gianluca Toma in seinem Biergarten am Deich die 2 mal 3 Meter große LED-Leinwand aufgebaut. „Das Bild ist top“, verspricht er und zeigt alle Spiele des Turniers. Allerdings nicht immer mit Ton, teilweise läuft das Bild auch nur stumm nebenher. Wenn die DFB-Elf kickt, wird aber natürlich aufgedreht. Zusätzlich wird dann die Durchfahrt zwischen Schlosspark und Deichvorgelände für Radfahrer gesperrt, sodass hier laut Toma bis zu 1000 Gäste ungestört zusehen und mitfiebern können.

Eine neue Alternative bietet bei der 2018er-WM das Food-Hotel: Es zeigt die deutschen Spiele auf einem LED-Monitor mit 2,40 Meter Durchmesser im Innenhof. „Wir haben schon die EM 2016 auf Großbildleinwand in der ,Bildungslücke‘ gezeigt und gemerkt, dass das Interesse der Zuschauer da ist“, begründet Vera Schmidt vom Marketingteam des Hotels und fügt an, dass auch dieses Mal wieder in der Bar zwei Leinwände aufgebaut werden. So können drinnen rund 50 Fans schauen, draußen circa 150. Im Außenbereich werden dabei auch eine rustikale Holzbar für frische Getränke und ein Grillstand mit Wurst und WM-Burgern aufgebaut. Ob neben den deutschen Spielen noch weitere Partien unter freiem Himmel gezeigt werden, entscheidet das Haus kurzfristig. Wer sich dafür interessiert, kann die Facebook-Seite des Food-Hotels checken oder beim Serviceteam, Tel. 02631/825 24 84, anrufen.

Darüber hinaus werden in zahlreichen Kneipen Fernseher und Leinwände flimmern. Wer dabei unter freiem Himmel sitzen möchte, kann zum Beispiel ins American auf dem Luisenplatz gehen. „Ich mache das draußen mit zwei großen Fernsehgeräten und mehr Sitzplätzen“, sagt Chef Heiner Kloft und hält fest: „Wir haben das schon seit 2000. Da gab es Begriff ,Public Viewing‘ noch gar nicht.“

Auch Martin Lenzen wird in seinem Irish Pub in der Marktstraße die WM-Spiele zeigen – die Deutschen mit Ton, bei den anderen entscheiden spontan die Besucher. Rund 120 Leute können hier die Partien auf Leinwand oder TV-Geräten schauen, im Biergarten kommen weitere 40 Plätze hinzu.

Kein Thema mehr hingegen ist die früher beliebte VR-Bank-Fanmeile. Wie Klaus-Dieter Flatt auf RZ-Nachfrage mitteilt, hat das Kreditinstitut nach dem Jubiläumsjahr 2012 beschlossen, andere Prioritäten zu setzen.

Große Fanmassen finden dagegen in der Asbacher Eishalle Platz, in der das Kino Cine 5 eine Arena die Spiele mit deutscher Beteiligung auf einer 30 Quadratmeter großen Leinwand zeigt. Bis zu 1000 Zuschauer können hier mitfiebern. Getränke, Cocktailbar und Imbiss stehen immer bereit. Einlass ist immer eine Stunde vor Anpfiff.

Ein rein ehrenamtlich organisiertes Rudelgucken stellt die Alte-Herren-Abteilung des SV Windhagen wieder im dortigen Forum für bis zu 800 Fans anlässlich der Deutschlandspiele auf die Beine. Gerade bei Kindern aus dem Ort sei das Angebot beliebt, berichtet der Vereinsvorsitzende Josef Konrad. „Es kommen immer mehrere Hundert Leute“, berichtet er. Gerade an sehr heißen Tagen sei der Zulauf bei vergangenen Turnieren groß gewesen. Zu sehen sind die Spiele auf einer 35-Quadratmeter-Leinwand in HD-Qualität, Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn Von der professionellen Organisation durch die Abteilung ist Konrad begeistert. „Die teilen sich alle Dienste selbst ein“, sagt er. Einige Helfer wirken mit.

Auch entlang des Rheins finden sich Angebote für Fans, die in großer Gemeinschaft jubeln wollen. So stellen der FV Rheinbrohl und der Fanklub FC Hotspurs Mittelrhein ein Rudelgucken im großen Rheinbrohler Römersaal für bis zu 200 Zuschauer auf die Beine. Und in Linz lädt die evangelische Kirchengemeinde nicht nur Fußballfans, wie eigens betont wird, zum Public Viewing in ihr Gemeindehaus, den Katharinenhof, ein. Zu sehen sind auch hier nur die Spiele mit deutscher Beteiligung, die per Beamer auf einer Leinwand übertragen werden. ulf/mif

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