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Leutesdorf

FSJ Digital: Auftaktveranstaltung in Leutesdorf

Digitale Kompetenzen nutzen, um das Freiwillige Soziale Jahr noch interessanter zu gestalten – dies ist nur einer der Aspekte des FSJ Digital. Die Auftaktveranstaltung zu dem neuen Angebot fand am Montagmittag in der Jugendherberge in Leutesdorf statt.

Malu Dreyer bei der Auftaktveranstaltung von FSJ Digital in der Jugendherberge in Leutesdorf.  Foto: Christina Nover
Malu Dreyer bei der Auftaktveranstaltung von FSJ Digital in der Jugendherberge in Leutesdorf.
Foto: Christina Nover

Von unserer Redakteurin Christina Nover

"Im Zeitalter der Digitalisierung ist ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien unerlässlich. Ich freue mich, dass junge Menschen die Chance erhalten, ihr digitales Wissen in Projekten in ihren Einsatzstellen einfließen zu lassen", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die extra angereist war. Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles nahm an der Veranstaltung teil.

Das FSJ Digital wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2015 bis 2017 im Rahmen von Modellprojekten in zwei Bundesländern erprobt. Anschließend soll es flächendeckend regulärer Bestandteil des FSJ werden. Neben Rheinland-Pfalz wird das Pilotprojekt in Sachsen-Anhalt gefördert.

120 Projekte sollen druchgeführt werden

In Rheinland-Pfalz richtet sich das FSJ Digital an alle derzeitigen FSJler, egal in welchem Bereich, in welcher Einsatzstelle oder unter welchem FSJ-Träger sie ihren Dienst leisten. Alle, die im Rahmen ihres FSJ ein digitales Projekt verwirklichen wollen, konnten sich bewerben. Zudem steht das Projekt auch den jungen Menschen des freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ) offen. Träger des Projektes ist das Kulturbüro Rheinland-Pfalz. Bis Ende 2017 sollen 120 Projekte im Land durchgeführt werden. Das FSJ Digital findet in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz statt.

Am Montag hatten sich 56 FSJler in der Jugendherberge eingefunden, um in eine viertägige Workshopwoche zu starten. Thematisch reichen diese von Video- und Audioschnitt, über Onlinejournalismus bis hin zu Medienrecht. "Die Freiwilligen erhalten für die Durchführung ihres Projekts das nötige Know-how und finanzielle Unterstützung", erklärte Lukas Nübling, der Geschäftsführer des Kulturbüros Rheinland-Pfalz. Bis zu 1000 Euro konnten die Teilnehmer für ihre Projekte beantragen. Dieses Geld kann zum Beispiel für Equipment oder anderes Material genutzt werden, das die jungen Männer und Frauen für die Umsetzung ihrer Projekte brauchen. Neben dem Workshop erhalten die FSJler im Laufe des Jahres Unterstützung von Experten.

Vielfältige Projekte

So vielfältig die Träger, so vielfältig sind auch die Projektideen, mit denen die FSJler an das Kulturbüro herangetreten sind. Die 19-Jährige Hannah Rosenbaum, die im Botantischen Garten in Mainz arbeitet, hat sich beispielsweise eine Rallye überlegt, die mithilfe einer App über das Gelände zu verschiedenen Stationen führt. Paul Lambrich will an einem Lahnsteiner Gymnasium mit Schülern der 5. bis 8. Klasse über die altersgerechte Nutzung des Nachrichtendienstes Whatsapp sprechen. Auch eine Robotik-AG an einer Realschule, ein Imagefilm für einen Sportverein oder ein Blog zu Dadaismus gehören zu den Projekten.

Malu Dreyer und Andrea Nahles sprachen mit einigen der FSJler über deren Projekte und bestärkten sie darin, ihre Ideen umzusetzen. "Ich könnte mir vorstellen, dass Sie so ihre Kompetenzen an Jüngere und Ältere weitergeben", sagte Nahles. Dreyer sprach von den FSJlern als "Pionieren" in einer sich zunehmend weiter digitalisierenden Gesellschaft.

Mehr Informationen zum FSJ Digital im Internet unter http://fsjdigital-rlp.de/

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