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    Entwicklungskonzept beschlossen: Unkels Altstadt wird ihr Gesicht verändern

    Der Unkeler Stadtrat hat den Entwurf des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) samt Kosten und Finanzierungsübersicht einstimmig auf den Weg gebracht. Ebenfalls einstimmig beschlossen hat er den Entwurf der Modernisierungsrichtlinie für private Gebäude. Was jetzt noch fehlt, ist grünes Licht von der ADD, damit es tatsächlich losgehen kann und auch Privatleute Förderungen im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Historische Stadtebereiche“ beantragen können.

    Ankauf und Abriss des früheren Hotels Löwenburg gehören zu den Maßnahmen, die mithilfe der ISEK-Gelder umgesetzt werden sollen.  Foto: Sabine Nitsch
    Ankauf und Abriss des früheren Hotels Löwenburg gehören zu den Maßnahmen, die mithilfe der ISEK-Gelder umgesetzt werden sollen.
    Foto: Sabine Nitsch

    Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist auf eine Laufzeit von zehn bis zwölf Jahren ausgerichtet. Die ersten öffentlichen Maßnahmen sollen schon im Jahr 2018 in Angriff genommen werden. Private Eigentümer können erst, wenn die ADD zugestimmt hat und die Satzungen veröffentlicht wurden, Förderungsanträge stellen. Eigentümer können mit einer 40-Prozent-Förderung ihrer Modernisierungs- und Instandsetzungskosten rechnen. Maximal wird die Summe aber bei 30.000 Euro gedeckelt. Aber es gibt auch Ausnahmen. Mit bis zu 100.000 Euro können im Einzelfall Sanierungsmaßnahmen gefördert werde bei Gebäuden die von geschichtlicher, künstlerischer oder städtebaulicher Bedeutung sind sowie bei Gebäuden von strukturpolitischer, konversionsbedingter oder technologieorientierter Bedeutung. Insgesamt stehen in den kommenden Jahren 1,4 Millionen Euro für die Förderung privater Maßnahmen zur Verfügung.

    „Das ist eine anspruchsvolle Summe“, meint Stadtbürgermeister Gerhard Hausen, der auch die aufgeführten öffentlichen Maßnahmen aufzählte. Dazu gehört unter anderem der Dachausbau des Willy-Brandt-Forums, der mit 148.000 Euro im ISEK steht. Ankauf und Abriss des ehemaligen Hotels Löwenburg sind mit 420.000 Euro veranschlagt, 150.000 Euro sollen für die Neugestaltung der Rheinpromenade bereitstehen, 1,1 Millionen Euro für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und der Siebengebirgsstraße (die RZ berichtete). Um die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes zu einem erfolgreichen Projekt zu machen, soll eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die die von dem Planungsbüro ISI vorgelegten Entwürfe überarbeiten soll.

    Quer durch alle Fraktionen wurde das ISEK positiv bewertet. „Das ist das größte Förderprogramm in der Geschichte von Unkel“, sagte Volker Thomalla (FWG). Alfons Mußhoff (CDU) wünschte sich weitere Arbeitskreise, auch zum Thema Löwenburg. „Ziel muss es sein, nach dem Abriss einen Investor zu finden, der dort einen Neubau errichtet. Wir sollten keine Planungen für einen Quartiersplatz auf dem Gelände auf den Weg bringen“, meinte er. Bernd Meyer (SPD) betonte. „Wir sind uns bei den Projekten einig. Wir müssen aber noch eine Priorisierung vornehmen. Wir haben aber Spielraum. Wir sollten das Konzept gemeinsam erarbeiten“, wünschte er sich. Und Unkels Beigeordneter Wolfgang Plöger betonte mehrfach: „Das ISEK ist nicht in Stein gemeißelt. Der Maßnahmenkatalog kann den sich in kommenden Jahren unter Umständen ändernden Erfordernissen angepasst werden.“

    Von unserer Reporterin Sabine Nitsch

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