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    Entscheidung: Kein Wahlkampf der AfD mehr im Food-Hotel

    Die Wahlkampfveranstaltung der AfD im Food-Hotel, zu der auch Parteichefin Frauke Petry nach Neuwied gekommen war, hatte vergangene Woche für viel Aufregung und eine große Protestdemonstration mit Vertretern von Linken bis CDU gesorgt. Jetzt stellt Food-Hotel-Geschäfsführer Thorsten Fuchs klar: Das wird es kein zweites Mal geben.

    Food-Hotel-Geschäftsführer Thorsten Fuchs wird der AfD künftig keinen Raum mehr geben.
    Food-Hotel-Geschäftsführer Thorsten Fuchs wird der AfD künftig keinen Raum mehr geben.

    Von unserem Redakteur Ulf Steffenfauseweh

    "Das Food-Hotel kann nicht demokratisch legitimierten Stadträten oder Landtagsabgeordneten wegen ihres Parteibuches ein Hausverbot erteilen. Aber wir werden keiner Person, Gruppierung oder Partei einen Raum bieten, die rassistisches oder extremistisches Gedankengut verbreiten", sagte er im Anschluss an ein Gespräch mit Markus Eulenbach (IG Metall). Auf Nachfrage unserer Zeitung präzisierte er dann: "Eine AFD wie wir sie teilweise im Wahlkampf erlebt haben, hat keinen Platz mehr im Food Hotel."

    Wie Fuchs weiter ausführte, hat er gemeinsam mit Hotel-Direktor Jörg Germandi "die Geschehnisse der vergangenen Woche intensiv aufgearbeitet". Die Erkenntnis: "Das Argument ,Sie werden nicht vom Verfassungsschutz beobachtet und sind zur Wahl zugelassen' war zu einfach und zu wenig", sagt Fuchs und bilanziert: "Oberbürgermeister Nikolaus Roth hat bei der Demonstration gesagt, dass es keine gute Idee war, der AfD in Neuwied eine Plattform zu bieten. Nach der Aufarbeitung muss ich ihm recht geben." Bei allem sei vor allem wichtig, so ergänzt Fuchs, "dass man im Gespräch bleibt". Und daher hatte er sich nach eigener Aussage auch über die Einladung von IG-Metall-Geschäftsführer Markus Eulenbach gefreut. Der hatte zu den Hauptkritikern gehört und auf der Demonstration öffentlich verkündet, mit seiner Gewerkschaft künftig nicht mehr ins Food-Hotel gehen zu wollen.

    IG-Metall-Geschäftsführer Markus Eulenbach hatte die Entscheidung ebenfalls kritisiert.
    IG-Metall-Geschäftsführer Markus Eulenbach hatte die Entscheidung ebenfalls kritisiert.

    "Das Food-Hotel war in den vergangenen Jahren für uns immer ein wichtiger Tagungsort gewesen. Es war sehr angenehm dort. Deshalb waren wir auch so enttäuscht, dass gerade unser Food-Hotel einer rechtsextremen Partei eine Plattform bietet", sagte er zur RZ und stellte fest: "Wir hatten Gesprächsbedarf."

    Die Unstimmigkeit sei nun aber ausgeräumt. "Im Gespräch mit Thorsten Fuchs habe ich den Eindruck gewonnen, dass es an der Philosophie des Veranstaltungsortes keinen Zweifel gibt und dass das Food-Hotel eine rote Linie zieht, die bei Rechtspopulisten überschritten wird", sagte er und unterstrich: "Wenn jetzt aus der Polemik heraus betriebswirtschaftliche Konsequenzen für das Hotel entstünden, fände ich das falsch."

    Zumal Eulenbach sich abseits der AfD-Veranstaltung sehr positiv über den Betrieb äußert. "Das Food-Hotel hat sich kontinuierlich verbessert. Das geht nur, wenn man die Beschäftigten mitnimmt. Es gibt ein sehr professionelles, verlässliches Kundenverhältnis, was die Mitarbeiter ausstrahlen. Schließlich bemerken wir auch keine große Fluktuation. Das spricht alles für ein vernünftiges Klima im Haus", fasste der Gewerkschaftler seine Eindrücke zusammen.

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