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    Einig oder Mang als OB? Kleine Parteien tun sich mit Wahlempfehlung schwer

    Rund fünf Prozentpunkte haben Jan Einig und Michael Mang am Wahlsonntag getrennt – am 15. Oktober werden die Karten noch mal neu gemischt. Dann sind es nämlich statt vier nur noch zwei Kandidaten, die zur Wahl stehen. Die kleinen Parteien, die im Stadtrat vertreten sind, tun sich derweil schwer mit einer Wahlempfehlung für einen der beiden OB-Kandidaten. Lediglich die Grünen bekennen eindeutig Farbe.

    Nach einer Mitgliederversammlung, bei der intensiv über das Thema diskutiert wurde, spricht sich der Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen für Michael Mang als Oberbürgermeister für die Stadt Neuwied aus. Zwar sei die Zusammenarbeit mit beiden Kandidaten auf einer wertschätzenden Basis bisher sehr gut gewesen, die Waagschale neigte sich letztlich aber auf Mangs Seite – vor allem wegen seiner Arbeit als Beigeordneter der Stadt: „Bereits nach kurzer Zeit im Amt, hatte er die Verantwortung für einige außergewöhnliche und schwierige Problemstellungen.

    Grüne unterstützen Michael Mang

    Für die Lösung hat er auf einen intensiven Dialog mit allen Beteiligten gesetzt und sehr offen und transparent über die Schritte der Verwaltung informiert“, heißt es in einer Presseerklärung. Nicht lange um Probleme herum reden, sondern alle Beteiligten ins Boot holen und dann Schritt für Schritt an der Lösung arbeiten, sei genau der richtige Weg für das Verwaltungshandeln in der Stadt. Die Grünen glauben zudem, dass Mang als OB „eine gute Verbindung zu den Menschen in Neuwied haben wird.“

    Die Linken im Stadtrat geben keine explizite Wahlempfehlung, wie Fraktionssprecher Tobias Härtling auf RZ-Anfrage mitteilt. Allerdings sieht die Partei „größere Schnittmengen mit Michael Mang“. Zum einen gebe es in Punkten wie dem Sozialen Wohnungsbau oder in der Ablehnung eines zweiten MiniZOB in der Schlossstraße Überschneidungen. Zum anderen spreche auch die Erfahrung „klar für Herrn Mang. Und zwar sowohl in Sachen Verwaltung als auch in der Politik“. Zudem habe Mang als Beigeordneter unter Beweis gestellt, „dass er auch wirklich schwierige Situationen, wie die in großer Zahl nach Neuwied gekommenen geflüchteten Menschen, meistern kann.“

    Bürger mobilisieren

    Alfons Keßler von der FDP sieht sich dagegen in einer Zwickmühle. Er glaubt, dass Einig derjenige mit mehr Erfahrung ist, hält Mang jedoch auch für einen guten Mann. „Sie haben beide ihre Schwächen – sie wurden ins kalte Wasser geworfen“, meint Keßler. Eine Empfehlung will er deshalb nicht abgeben. Die AfD-Fraktion möchte ebenso nicht Partei für einen der beiden Kandidaten ergreifen. Jutta Etscheidt (BI Ich tu's) sieht sich für eine Empfehlung noch nicht in der Lage, da „noch wichtige Gespräche ausstehen“ würden. FWG-Sprecher Karl-Josef Heinrichs hält sich auch zurück. Er sieht jetzt die Bürger am Zug und hofft, dass viele wählen gehen: „Am Ende wird es wohl darauf ankommen, wer die meisten mobilisieren kann“, lautet sein Urteil.

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