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    Burgruine Reichenstein: In das Wahrzeichen kehrt Leben zurück

    Es kehrt Leben zurück in das Wahrzeichen des Puderbacher Lands. Nach jahrelangen, aufwendigen Sanierungsarbeiten an der Burgruine Reichenstein bietet der Förderverein in diesem Jahr wieder erste Führungen an. Um das zu ermöglichen haben Förderverein, Verbandsgemeinde, Land und private Spender in den vergangenen zehn Jahren mehrere 100.000 Euro in die Hand genommen. Eine Kraftanstrengung, die sich gelohnt hat, wie der Puderbacher Bürgermeister Volker Mendel glaubt: „Es ist eine Notwendigkeit, die Burg Reichenstein als Kulturgut und als Wahrzeichen zu erhalten.“ Eine breite Mehrheit der kommunalen Mandatsträger teilen diese Auffassung, betont der Bürgermeister.

    Die jüngsten Maßnahmen zur Sicherung von Burgmauern allein kosteten 180.000 Euro. Die Steine wurden aus dem Siegburger Land geliefert, der Mörtel nach einer vorherigen wissenschaftlichen Untersuchung der bestehenden Bausubstanz eigens angefertigt. Anders sei die Sicherheit nicht zu gewährleisten, informiert der Vorsitzende des Fördervereins, Wolfgang Kunz. Die gesamte Burganlage wurde so in den vergangenen sieben Jahren stabilisiert. „Da ist ein Riss von oben bis unten durch die Mauer gegangen. Da konnte man seinen Arm durchstrecken“, erinnert sich Kunz. Mittlerweile ist der Zustand wieder soweit hergestellt, dass die Verantwortlichen eine Teilnahme am Tag des offenen Denkmals am 10. September fest ins Auge gefasst haben. „Dazu sehen wir uns auch gegenüber dem Land Rheinland-Pfalz, das uns großartig unterstützt hat, verpflichtet“, sagt Mendel. Auch Führungen will der Förderverein wieder anbieten. „Das heißt aber nicht, dass die Arbeiten abgeschlossen sind. Die Burgruine ist weiterhin eine Baustelle“, erklärt Kunz. Vor allem Mauern im unteren Bereich in Richtung Landesstraße bedürfen der Sanierung. „Einige Mauern sind sehr marode. Das kann gefährlich werden, und da müssen wir in den nächsten fünf Jahren dringend aktiv werden“, sagt Kunz. Insgesamt habe man aber noch gut und gerne Arbeit für die nächsten zehn Jahre vor sich. Robin Brand

    Baubeginn vor 700 Jahren

    Baubeginn der Burg Reichenstein war im Jahre 1310, notiert der Förderverein auf seiner Internetseite. 22 Jahre später nahm Ludwig III. auf Burg Reichenstein seinen ständigen Wohnsitz und nannte sich fortan Walpode von der Neuerburg, Herr zu Reichenstein.

    1506 wurde mit Heinrich II. der letzte Burgherr auf Reichenstein bei Wienau erschlagen. Mit seinem 1511 verstorbenen Bruder Johann III., Domherr zu Köln, erlosch die männliche Linie der Grafen von Reichenstein. Nach Erbstreitigkeiten mit dem Hause Wied 1523 gelangte Reichenstein schließlich in Wiedischen Besitz. Danach wechselte die Burg öfters den Besitzer und verfiel im Laufe der Jahrhunderte. Erst im 20. Jahrhundert, als sie in Privatbesitz gelangte, erwachte sie nach langer Zeit aus ihrem Dornröschenschlaf. 2001 schließlich wurde der Förderverein gegründet. Im Jahr 2006 ging die Burg in den Besitz der Verbandsgemeinde über.

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