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Neuwied

Besitzer sind fassungslos: Katze mit aufgeschnittener Kehle in Neuwied aufgefunden

Christina Nover

Es ist der größte Albtraum eines jeden Tierbesitzers: Der geliebte Vierbeiner verschwindet und wird schließlich tot aufgefunden. Bei einem jüngst im Stadtteil Torney entdeckten Katers ist der Fall besonders dramatisch: Dem Tier wurde die Kehle aufgeschlitzt, bevor es in einer Seitenstraße in der Nähe des Spielplatzes abgelegt wurde.

Furby ist einem Tierquäler zum Opfer gefallen. Der Kater wurde mit aufgeschnittener Kehle in Torney gefunden.
Furby ist einem Tierquäler zum Opfer gefallen. Der Kater wurde mit aufgeschnittener Kehle in Torney gefunden.
Foto: privat

Die Polizei bestätigt den Vorfall, ein Unfall mit einem Draht könne ausgeschlossen werden. „Das wurde gemacht“, meint eine Polizistin, die vor Ort war. Hinweise auf das Motiv des Täters liegen bisher nicht vor, die Kriminalpolizei ermittelt. Ähnlich gelagerte Fälle in der Stadt sind weder der Polizei noch dem Kreisveterinäramt bekannt.

Die Besitzerin des schwarzen Katers namens Furby kann sich nicht erklären, wie ein Mensch zu so einer Tat fähig sein kann: „Wir haben keine Feinde. Ich habe keine Ahnung, warum jemand so etwas Schreckliches macht“, meint die Besitzerin, die anonym bleiben möchte. Furby war seit vergangenem Mittwoch verschwunden – von seinem Abendspaziergang kehrte er nicht zurück. „Das war höchst untypisch für ihn. Bei solchen Temperaturen war er meist nach zehn Minuten wieder da, weil es ihm draußen zu kalt war“, so die Besitzerin über das zwölf Jahre alte Tier.

Am Donnerstag begab sie sich samt Familie und Freunden auf Suche – informierte die Katzenhilfe, bat online um Hilfe und hing Zettel in der Nachbarschaft auf. Am Montagabend bekam sie schließlich den Anruf, dass eine tote schwarze Katze aufgefunden wurde. Vor Ort, gar nicht weit vom Zuhause des Tieres entfernt, stellte sich heraus, dass es sich um den gesuchten Furby handelte. Die Polizei geht davon aus, dass der Kater nicht an der Stelle starb, sondern dort nachträglich abgelegt wurde.

Auch wenn bisher keine Hinweise darauf vorliegen, dass ein Katzenhasser sein Unwesen in Torney treibt, appelliert die Neuwieder Katzenhilfe in einem Aufruf an alle Katzenbesitzer, ein „wachsames Auge auf ihre Freigänger zu haben“. Tiere zu Hause einzusperren, ist jedoch keine Lösung, wie das Veterinäramt betont. In der Veröffentlichung der Katzenhilfe wendet sich der Verein an alle Bürger: „Selbst Menschen, die keine besondere Zuneigung zu Tieren empfinden, sollte klar sein, wie grausam eine solche Tat gegen das Tier, aber auch gegen seine in Trauer und Entsetzen zurückgebliebenen Besitzer ist.“

Hinweise zum Fall an die Kriminalpolizei Neuwied, unter der Telefonnummer 02631/8780.

Von unserer Redakteurin Christina Nover

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