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    Veitsrodt

    Paulys großer Kampfendet mit gebrochenerNase in der Uniklinik

    Es sollte sein Abend werden: Der gebürtige Veitsrodter Florian Pauly holte die Fight Night in sein Heimatdorf. Nicht nur als Organisator und Ideengeber wollte Pauly glänzen, auch im Ring nahm er sich Großes vor. Sein Gegner war kein Geringerer als der südthailändische Meister Denpayak Kit Korwit, der bereits mehr 450 Kämpfe absolviert hat. Paulys einziger Kampf stieg Ende 2012 gegen Korwit - er verlor in Koh Samui nach Punkten. Nun sollte es zur Revanche kommen.

    Da war's passiert: Kampfabbruch nach 35 Sekunden. Für Lokalmatador Florian Pauly heißt das: Krankenhaus statt After-Party. Weltverband-Vize Stephan Fox (rechts) sah's gelassen:
    Da war's passiert: Kampfabbruch nach 35 Sekunden. Für Lokalmatador Florian Pauly heißt das: Krankenhaus statt After-Party. Weltverband-Vize Stephan Fox (rechts) sah's gelassen: "Das ist Muaythai..."
    Foto: Stefan Conradt

    Um 0.32 Uhr war es soweit: Ekstase im Festzelt des Veitsrodter Herbstmarkts. Pauly machte sich begleitet von stehenden Ovationen und Sprechchören auf dem Weg zum Ring - Gänsehautstimmung. 0.39 Uhr zeigte die Uhr, als endlich der Kampf um den Diamant-Gürtel des WMC eröffnete wurde. 35 Sekunden später war das Entsetzen im Zelt spürbar. "Das war ungefähr das Schlimmste, was mit einem Schlag passieren kann", bedauerte anschließend Ringsprecher und Mitorganisator Christoph Giesa. Paulys Kontrahent drehte sich mit voller Wucht mit dem Ellenbogen dem Lokalmatador entgegen. Pauly hatte die Deckung kurz geöffnet, sodass seine Nase ungeschützt getroffen wurde. Der Kampf wurde sofort abgebrochen - technischer K.O.

    Das Horrorszenario war perfekt. Das Publikum verabschiedete Pauly dennoch mit Sprechchören aus dem Ring. Für den Lokalmatador ging es direkt ins Krankenhaus nach Göttschied. Dort blieb Pauly allerdings nicht lange. Er wurde in die Uniklinik nach Mainz gebracht. "Es ist nicht nur ein einfacher Nasenbeinbruch", so Giesa. "Man kann davon ausgehen, dass er noch eine Woche im Krankenhaus bleiben muss." So endete für den Mann die Veranstaltung, die er selbst auf die Beine gestellt hatte, äußerst schmerzhaft. "Bitter für ihn ist nicht die Niederlage, sondern, dass er nicht zeigen konnte, was er kann", meinte Giesa.

    So sahen die Zuschauer zum Abschluss einen tollen Abends auch die hässliche Seite des Muaythai. "Unsere Sportart kann auch brutal sein", erklärte Paulys Trainer Zidov Akuma. Dabei hatte sich das Team einen Plan zurechtgelegt, wie die Revanche glücken sollte, und auch Pauly Trainingszustand passte. "Wir wollten die erste Runde überstehen. In der zweiten oder dritten Runde hätte er den Thai durch den Ring getrieben, da er viel fitter war", vermutet Giesa. Eine einzige Aktion machte jedoch die Pläne zunichte. "Die beiden sind auf einem Niveau. So etwas passiert in einem von 1000 Kämpfen", ärgerte sich der Ringsprecher. Dass die Thaibox-Karriere des Florian Pauly nun beendet ist, hält sein Kumpel Christoph Giesa für unwahrscheinlich. "Florian hat einen unglaublich starken Willen. Es ist fast davon auszugehen, dass er sagt: ,Bringt ihn mir in sieben bis acht Monaten wieder in den Ring'."

    Zunächst steht allerdings Paulys Genesung im Vordergrund. Was eine weitere Thaibox-Karriere angeht, werden auch die Ärzte wohl eine Wort mitsprechen. Trotz des dramatischen Endes bleibt der Blick auf eine rundum gelungene Veranstaltung. "Warum sollten wir es nicht wieder machen? Wir wollten zeigen, dass so etwas in der Region geht, und das ist uns gelungen", zieht Giesa ein zufriedenes Resümee. Für die Region wäre eine Wiederholung der Fight-Night sicherlich wünschenswert. Jan Schüßler

    Fight Night: Florian Pauly würde nur wenig anders machen Fight Night in Veitsrodt: Thaiboxer kämpfen um Edelstein-GürtelDie zweite Sportkarrieredes Florian Pauly
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