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    Kreis Birkenfeld

    Notfallseelsorge: Synode unterstützt Neustart

    Tief greifende strukturelle und konzeptionelle Änderungen in den Gemeinden seien notwendig, um die aktuellen Probleme und die anstehende Reformen anzupacken, sagte Superintendentin Jutta Walber bei der Synode des Kirchenkreises Obere Nahe, der arg von Mitgliederschwund betroffen ist: „Interne und externe Kooperationen sind unumgänglich.“

    Gut besucht war die Kreissynode des Kirchenkreises Obere Nahe, die in der Göttenbach-Aula in Idar-Oberstein stattfand.  Foto: Kirchenkreis Obere Nahe
    Gut besucht war die Kreissynode des Kirchenkreises Obere Nahe, die in der Göttenbach-Aula in Idar-Oberstein stattfand.
    Foto: Kirchenkreis Obere Nahe

    Superintendent Gerhard Koepke (Kirchenkreis Saar-Ost) betonte die Verbundenheit durch die ehemals zum Kirchenkreis St. Wendel gehörigen Gemeinden sowie die regelmäßigen Treffen der Superintendenten. Er war auf „Abschiedstour“, sein Nachfolger wurde ebenfalls am Wochenende gewählt.

    Dechant Clemens Kiefer (Katholisches Dekanat Birkenfeld) sprach die guten ökumenischen Kontakte an, die sich durch die Feiern zum Reformationsjubiläum noch vertieft haben. Oberbürgermeister Frank Frühauf freute sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis auf kultureller Ebene, aber auch im Bereich der Kindertagesstätten.

    Dr. Götz Klostermann als Begleiter der Landeskirche grüßte die Synode im Namen der Kirchenleitung. Ihm war es wichtig, darauf zu verweisen, dass in allen südlichen Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland ähnliche strukturverändernde Fragen zur Debatte stehen. Eine verbesserte Verwaltungsstruktur soll zur Entlastung der Gemeinden führen, damit „Mehr Zeit fürs Wesentliche“ – so der Slogan der Reform – bleibt.

    In ihrem Bericht stellte Superintendentin Jutta Walber fest, dass der Verlust an Mitgliedern im Kirchenkreis Obere Nahe infolge des demografischen Wandels und des Wegzugs massiv sei. Gleichzeitig müssten umfassende Maßnahmen zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben geleistet werden. Nur durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit über Gemeinde- und Kirchenkreisgrenzen hinweg werde dies zu leisten sein.

    Grundlegend anders geworden sind auch die Lebensverhältnisse der Menschen in den Dörfern und Städten, sagte Walber: „,Kirche ist nur noch bedingt in der Person des Pfarrers oder der Pfarrerin im Pfarrhaus neben dem Kirchengebäude zu finden. Viele Pfarrhäuser wurden verkauft, sind nicht mehr Wohnsitz einer Pfarrperson. Abgesehen davon bewegen sich Menschen auf ihrer Suche nach Begleitung, Rat und Hilfe längst in andern Räumen.“ Die Digitalisierung sollte nicht als notwendiges Übel, sondern als Chance betrachtet werden. „Sie bietet die Möglichkeit, über große Entfernungen hinweg und weit auseinanderliegende Ortschaften in Kontakt zu bleiben und auffindbar zu sein“, so Jutta Walber. Der Kirchenkreis und seine Gemeinden müssen ihr Angebot, ihre Ausstattung und ihre Strukturen an neuen Gegebenheiten orientieren. Dazu wird es eine Konzeptionstagung des Kreissynodalvorstandes im März 2018 geben, kündigt die Superintendentin an. „Größere und damit verlässlichere Strukturen zu schaffen, statt Pläne zu machen, die sich – weil zu klein oder zu kurz gedacht – schon bald wieder überdauert haben, wäre wünschenswert. Dazu bedarf es aber der Mitarbeit und Bereitschaft der Gemeinden und Presbyterien“, beantwortete Jutta Walber eine Anfrage.

    Hoffnungsvoll bewertet die Superintendentin die große Resonanz auf die Veranstaltungen und Gottesdienste zum Reformationsjubiläum: „Der 31. Oktober 2017 soll kein Schlusspunkt sein, sondern ein ermutigender Auftakt zu Reformen. Wie Martin Luther die Chancen und Möglichkeiten seiner Zeit erkannt und genutzt hat, um bei den Menschen präsent zu sein, sollte dies auch der Kirchenkreis Obere Nahe tun.

    Mit großer Mehrheit begrüßten die Synodalen den Neustart der Notfallseelsorge im Landkreis. Oliver Schardt als Synodalbeauftragter für Notfallseelsorge erläuterte, dass insbesondere die Benachrichtigung durch Gruppenalarmierung eine Beteiligung erleichtert.

    Die Öffentlichkeitsarbeit wurde mit einem Stellenumfang von 50 Prozent in den Stellenplan aufgenommen. Bisher war die Arbeit über Projektmittel zum Reformationsjubiläum finanziert. Die nächste Synodaltagung im Kirchenkreis Obere Nahe wird am 26. Mai 2018 stattfinden.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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