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    Herborn

    Mörschied: TuS feiert kurzweilige Jubiläumsgala mit Comedyelementen

    Bergab lief das Spiel für die Fußballer des TuS Mörschied vermutlich richtig gut: Einer der frühen Sportplätze des TuS hatte von einem Tor zum anderen ein Gefälle von vier Metern. Probleme dürften die Kicker höchstens beim Spiel bergauf bekommen haben oder wenn ein Fahrzeug aufkreuzte: Mitten über den Platz führte ein Feldwirtschaftsweg, wenn das Auto über den Platz wollte, musste das Spiel unterbrochen werden.

    Ehrungen gehörten zur Feier des TuS Mörschied. Interviews und Grußworte wechselten sich ab. Da kam keine Langeweile auf.  Foto: Manfred Greber
    Ehrungen gehörten zur Feier des TuS Mörschied. Interviews und Grußworte wechselten sich ab. Da kam keine Langeweile auf.
    Foto: Manfred Greber

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

    Altbürgermeister Werner Becker erzählte die nette Geschichte in einer Talkrunde am Kommersabend zum 125-jährigen Bestehen des TuS Mörschied am Samstag. Präzise ausgedrückt, wird mit dem Jahr 1889 – das der Verein auch in seinem Namen führt – nur der Eintrag ins Vereinsregister gefeiert. Wann genau der Turn- und Sportverein tatsächlich gegründet wurde, weiß niemand.

    Ein Kommersabend mit vielen Grußworten aus Sport und Politik kann sich lange hinziehen – oder er kann gefühlt deutlich kürzer werden wie am Samstag in der Vereinshalle in Herborn, in der der TuS feierte. Show, Musik und auch Interviews auf der Bühne sind bei solchen Anlässen nichts Ungewöhnliches, gut gelaunte Festredner auch nicht, aber die Comedyeinlage über den TuS-Silvesterlauf und Erlebnisse eines Schiedsrichters, die Heinz Hofmann aus dem Stegreif vorführte, brachten reichlich Applaus und Hofmann die Einladung von Christoph Dietrich, einem der vier Vorsitzenden des TuS, ihn für die Mörschieder Fastnacht zu verpflichten. Gut möglich, dass Hettenrodts neuer Ortsbürgermeister Markus Schulz sich von Hofmann anstecken ließ. Seine Begrüßung "Hallo erst mal" erinnerte stark an Comedian Rüdiger Hoffmann, seine Erzählung ebenfalls: Er sei noch eine halbe Stunde vor dem Kommersabend überzeugt gewesen, für den SV Niederwörresbach eine Rede zu halten. Der neue Adressat brachte ihn nicht in Verlegenheit – er brauchte ja nur den Namen auszutauschen.

    Obwohl: Der Mörschieder Verein ist unvergleichlich. Und das nicht nur in der Einschätzung von Christoph Dietrich: "Es gibt nichts Besseres in unserer Gegend als den TuS Mörschied", gab er den Gästen in der Vereinshalle mit auf den Heimweg. In Grußworten und in den beiden geleiteten Talkrunden wurde deutlich: Der Verein ist eine Familie, man kann sich vertrauen. Olaf Paare, Sportredakteur der Rhein-Zeitung, moderierte den Abend und brachte in einem Talk drei Generationen auf die Bühne: den 70-jährigen Altbürgermeister Becker, Abteilungsleiter Rainer Becker (48) und Mannschaftskapitän Pascal Stieh (26). Warum der TuS, der 40 Jahre in der A-Klasse spielte und seit Jahren in der Bezirksliga ist, derart beständig ist? "Man kann hier sehr gut arbeiten, es macht Spaß, die Trainingsbedingungen sind gut", erklärte Rainer Becker, der selbst elf Jahre Trainer der TuS war. Und warum es in dieser Saison nicht optimal läuft? "Andere Vereine verstärken sich mit Geld", nennt Stieh einen Grund, sieht allerdings nicht schwarz für seinen Verein: "Der Tabellenplatz spiegelt nicht die Leistung wider. Wir sind im Mittelfeld anzusiedeln." Dietrich: "Wir werden keine teuren Stars holen, die sich nicht mit dem Verein identifizieren." Hans-Dieter Drewitz, DFB-Vizepräsident und Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbands, gab ihm recht: "Wenn in die Beine investiert wird, geht schnell die Identität verloren." Er und Fußball-Kreisvorsitzender Axel Rolland ehrten verdiente Mitglieder, der neue Ortsbürgermeister Harald Friedrich wünschte dem Verein viel Erfolg, Landrat Matthias Schneider machte dem TuS ein Angebot: "Kommen Sie vom Vorstand auf mich zu, wir besprechen, was Sie gebrauchen können." Uwe Weber, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Herrstein, erinnerte sich an die Zeit, in der er für die Mörschieder Fußball spielte, vor allem an ein 2:2 gegen den SC Idar. Es werde zu viel über Fußball geredet, meinte die Frauenbeauftragte des Sportkreises, Marion Forster, und erinnerte an die Worte auf einem T-Shirt: "Wenn Turnen einfach wäre, würde es Fußball heißen." Wolfgang Gibb, Vizepräsident des TV Mittelrhein, und Wolfgang Scheib, Vorsitzender des Turngaus Nahetal, pflichteten ihr bei. Volker Bank, Vorsitzender des Sportrings Herrstein (der jetzt mit Rhaunen zusammenarbeitet), hätte gern mehr über Angebote für Senioren gehört, Michael Döring vom Leichtathletikverband Rheinland sprach über die Leichtathleten im Verein. Vor allem dürfte er damit Jörg Dalheimer gemeint haben. Der erhielt den größten Applaus, als er am Samstag auf die Bühne kam. Dalheimer war beim Frankfurt-Marathon vor zwei Wochen eine glänzende Zeit gelaufen. Als an der Frankfurter Festhalle sein Name und der des TuS Mörschied erschienen, sei er stolz gewesen, erzählte Heinz Hofmann. Mathias Nowak stellte den Trail-Lauf vor, der am 7. Juni 2015 durch die Natur führt. Der MV Mörschied hatte den Abend eröffnet, später tanzten die Kindergruppe Diamonds und die Showtanzgruppe Wonderwall. Und zum Schluss überbrachte auch der SV Werder Bremen, zu dem der TuS seit langer Zeit Verbindungen hat, per Videobotschaft seine Glückwünsche.

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